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Vorrede.
dacht im Gebet bei ihnen zu erwecken. Denn Menschen können so wenig sich selbst glücklich machen, so wenig sie durch eigene Kraft ihre Widerwärtigkeiten überwinden, denselben ausweichen, oder sie von sich abkehren mögen, sondern sie müssen GOtt um Versorgung ihrer zeitlichen und ewigen Wohlfahrt anflehen.
Und also geschieht das Gebet der Heuchler nur mit dem Munde, aus Gewohnheit, oder damit sie von den Leuten gesehen werden. Wenn sie bei demselben auch gleich die beste Ordnung beobachten, der geistreichsten Ausdrücke sich bedienen, und allerlei Bewegungen der Glieder des Leibes machen, dergleichen sonst rechten Betern nur eigen sind: so wird doch ihr Gebet nicht erhört; sie schänden GOtt, dessen Wort sie in ihren Mund nehmen, dabei aber Zucht hassen. Ps.50, V. 17. Ein andächtiger Beter und wahres Kind GOttes aber wird, so oft er vor seinen himmlischen Vater tritt, mit findlicher Furcht vor Ihm erscheinen. Er sieht und weiß, daß ihm nicht nur im Leiblichen Manches abgehe, sondern er spürt auch im Geistlichen mancherlei Mängel und Unvollkommenheiten, welchen allein die Güte und Macht GOttes abhelfen kann. Solchem nach ist sein Gebet von dem


