Vorrede.
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Gebet eines Heuchlers ganz verschieden. Dieser betet aus Gewohnheit, jener aus Trieb seines Elendes und Unvermögens; dieser allein mit dem Munde, jener mit Herz und Munde; dieser erlangt keine Erhörung, jener aber hat sie nach der Verheißung Christi gewiß zu erwarten. Joh. 16, V. 23. Doch ist auch bei denen, die alle erforderlichen Eigenschaften eines rechten Beters haben, noch einiger Unterschied zu bemerken. Einige find selbst im Stande, ihre Noth GOtt vorzutragen, ohne sich an eine gewisse Formel zu halten; Andere aber sind wegen ihrer natürlichen Blödigkeit und Einfalt, oder wegen Betrübniß ihrer Seelen, oder wegen anderer Ursachen nicht im Stande, dieses zu thun. Diese Letteren halten sich gerne an solche Gebets- Formeln, welche auf ihre Umstände gerichtet sind, oder welche ihnen, zur Erhaltung und Vermehrung ihrer und der Ihrigen Andacht, am hinlänglichsten zu sein scheinen. Diesen nun nach Wunsch zu genügen, haben bald, nach dem Anfang der gesegheten Reformation, öffentliche Lehrer, oder auch andere andächtige Beter, entweder die von ihnen selbst verfertigten Formeln, oder solche, die aus andern Schriften gesammelt, zum gemeinen Gebrauch drucken lassen. Hieher sind


