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Missions- und Festgesänge auch Haus- und Kirchenlieder nebst Liturgie und Psalmodien / Zusammengestellt von L. W. Fricke
Entstehung
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Mel. Wie schön leucht't uns der 2c.

99.

ies ist mein Schmerz, dies kräntet mich, Daß ich nicht g'nug fann lieben dich, Wie ich dich lieben wollte. Ich werd von Tag zu Tag entzünd't, Je mehr ich lieb' je mehr ich find', Daß ich dich lieben follte. Von dir Laß mir Deine Güte ins Gemüthe lieblich fließen, So wird sich die Lieb' ergießen.

Joh. Heermann.

Mel. Herr Gett, der du erforschest zc.

100. ein Lebetage will ich

dich Aus meinem

Sinn nicht lassen; Dich will ich stets, gleich wie du mich, Mit Liebesarmen fassen. Du sollst sein meines Herzens Licht, Und wenn mein Herz in Stücke bricht, Sollst du mein Herze bleiben. Ich will mich dir, mein höchster Ruhm, Hiermit zu deinem Eigenthum Auf ewiglich verschreiben. P. Gerhard.

101. ie wohl ist mir, o

Freund der Seelen, Wenn ich in deiner Liebe ruh'. Ich steige aus der Schwermuthshöhlen Und eile deinen Armen zu. Da muğ die Nacht des Trauerns scheiden, Wenn mit so angenehmen Freuden Die Liebe strahlt aus deiner Brust. Hier ist mein Himmel schon auf Erden, Wer wollte nicht vergnüget werden, Der in dir suchet Ruh' und Lust.

2. Die Welt mag schmähen oder preisen. Es sei also! Ich trau' ihr nicht, Wenn sie mir gleich will Lieb' erweisen, Bei einem freundlichen Ge­ficht. In dir vergnügt sich meine Seele; Du bist mein Freund, den ich erwähle; Du bleibst mein Freund, wenn Freundschaft weicht. Der Welt Haß kann mich doch nicht fällen, Weil in den stärksten Unglückswellen Mir deine Treu' den Anker reicht.

3. Will mich des Mofis Eifer drücken, Bligt auf mich des Gesetzes Weh, Droht Straf' und Hölle meinem Rücken, So steig' ich gläubig in die Höh' Und flieh in deiner Seiten Wunden, Da hab' ich schon den Ort gefunden, Wo mich kein Fluchstrahl treffen kann. Tritt Alles wider mich zusammen, Du bist mein Heil, wer will verdammen? Die Liebe nimmt sich meiner an.

4. Führst du mich in die Kreuzes­wüsten, Ich folg' und lehne mich auf dich; Tu nährest aus den Wolken­brüsten Und labest aus dem Felsen mich. Ich traue deinen Wunder­wegen, Sie enden sich in Lieb' und Segen, Genug, wenn ich dich bei mir hab'. Ich weiß, wen du willst herrlich zieren und über Sonn' und Sterne führen, Den führest du zuvor hinab.

5. Der Tod mag Andern düster scheinen, mir nicht, weil Seele, Herz und Muth In dir, der du verläsfest Keinen, O, allerliebstes Leben, ruht. Wen kann des Weges End' erschrecken, Wenn er aus mördervollen Hecken Gelanget in die Sicherheit? Mein Licht, so will ich auch mit Freuden Aus dieser finstern Wildniß scheiden Zu deiner Ruh' der Ewigkeit.

6. Wie ist mir denn, o Freund der Seelen, So wohl, wenn ich mich leh'n auf dich! Mich kann Welt, Noth und Tod nicht quälen, Weil du, mein Gott, vergnügest mich. Laß solche Ruh' in dem Gemüthe, Nach deiner unumschränkten Güte, Des Himmels süßen Vorschmack sein. Weg, Welt, mit allen Schmeicheleien! Nichts kann, als Jesus, mich erfreuen. O, reicher Trost: mein Freund ist mein!

W. Deßler.