Mel. Herzlich lieb hab ich dich 2c.
in alles ist auf dich
nur
102.
werden.
dich, so frag ich nicht Nach Himmel und nach Erden. Denn wär der Himmel ohne dich, So könnte keine Lust für mich In tausend Himmeln Wärst du nicht schon auf Erden mein, Möcht ich auch nicht auf Erden sein, Denn auch die ganze weite Welt Hat nichts, das mir wie du gefällt.: Herr Jesu Christ:: wo du nicht bist, Ist nichts, das mir erfreulich ist.
E. Neumeister.
103.
ollt' ich meinem Gott nicht singen, Sollt' ich ihm nicht dankbar sein? Denn ich seh in allen Dingen, Wie so gut er's mit mir meint. Ist doch nichts als lauter Lieben, Das sein treues Herze regt, Das ohn' Ende hebt und trägt, Die in seinem Dienst sich üben. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit.
2. Wie ein Adler sein Gefieder Ueber seine Jungen streckt, Also hat auch hin und wieder Mich des Höchsten Arm gedeckt, Alsobald im Mutterleibe, Da er mir mein Wesen gab Und das Leben, das ich hab' Und noch diese Stunde treibe. Alles Ding 2c.
3. Sein Sohn ist ihm nicht zu theuer, Nein, er giebt ihn für mich hin, Daß er mich vom ew'gen Feuer Durch sein theures Blut gewinn'. Unbegreiflich ist die Güte Deren Tiefe ja mein Geist, Ob er sich gleich sehr befleißt, Nicht kann fassen im Gemüthe. Alles Ding zc.
4. Seinen Geist, den edlen Führer Giebt er mir in seinem Wort, Daß er werde mein Regierer Durch die Welt zur Himmelpfort'; Daß er mir mein Herz erfülle Mit dem hellen Glaubenslicht, Das des Todes Reich
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zerbricht Und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding 2c.
5. Das weiß ich fürwahr, und lasse Mirs nicht aus dem Sinn' entgehn: Christenkreuz hat seine Maaße Und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, Tritt der schöne Sommer ein, Also wird auch nach der Pein, Wer's erwarten kann, erfreuet. Alles Ding zc.
P. Gerhard.
Volksweise: Mir ist's zu wohl.
104. un hab ich ihn ver
standen Den wunderbaren Zug, Der meine Seel in Banden Der Liebe zu dir trug.
2. Die ew'ge Liebe legte Ihn selber in mein Herz, Als sichs so tief be wegte In unverstandnem Schmerz.
3. Ich soll dich betend hegen Du freundlich liebes Bild, Daß dich mit Gottes Segen Die stille Lieb umhüllt.
4. Nun darf ich nicht mehr fragen, Nun ist die Liebe frei Nun darf ich nicht mehr zagen, Nun bleib ich freudig treu. Lieder einer Verborgenen.
Volksweise: Nun leb wohl du kleine 2c.
105. Friede, Friede aus der Fülle
Deiner Liebe, deiner Ruh, Friede macht die Freude stille Deckt die Schmerzen milde zu.
2. Erdenweh und Erdenfreude Ziehn das volle Herz zu dir; Ach, wie mahnen sie mich beide An die Heimath über mir!
3. Doch ich will nicht weiter denken, Ohne Wort verstehst du mich; Schweigend will ich mich versenken, Naher Seelenfreund, in dich.
4. Nur das Eine: Laß den Meinen Von der Engel Blick bewacht, Deine Leuchte helle scheinen, Sei ihr Hüter in der Nacht. Lieder einer Verborgenen.


