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Mensch zu finden, Der Dein' Allmacht tann ergründen?
6. Nein, Vernunft, die muß hier weichen, Kann dieß Wunder nicht erreichen, Daß dies Brod wird nie verzehret, Ob es gleich viel Tausend nähret, Und daß mit dem Saft der Reben llns wird Christi Blut gegeben. O, der großen Heimlichkeiten, Die nur Gottes Geist kann deuten.
7. Jesu meines Lebens Sonne, Jesu, meine Freud' und Wonne, Jesu, du mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sinnen! Hier fall' ich zu Deinen Füßen: Laß mich würdiglich genießen Dieser deiner Himmelsspeise, Mir zum Heil und dir zum Preise.
8. HErr, es hat dein treues Lieben Dich vom Himmel hergetrieben, Daß du willig hast dein Leben In den Tod für uns gegeben, Und dazu ganz unverdrossen, HErr, dein Blut für uns vergossen, Das uns jetzt kann träftig tränken, Deiner Liebe zu gedenken.
9. Jesu, wahres Brod des Lebens, Hilf, daß ich doch nicht vergebens, Oder mir vielleicht zum Schaden, Sei zu deinem Tisch geladen. Laß mich durch dies Seelenessen Deine Liebe recht ermessen, Daß ich auch wie jetzt auf Erden, Mög' Dein Gast im Himmel werden.
J. Franc.
Christliches Glauben, Lieben, Loben, Leben, Leiden, Sterben.
Hochzeit
Hausstand.
Mel. Wie schön leucht uns der Morgenstern.
84. Tie schön ists doch, Herr
Jesu Christ, Im Stande, da dein Segen ist, Im Stande heilger Che! Wie steigt und neigt sich deine Gab Und alles Gut so mild herab
Wenn sich
Aus deiner heilgen Höhe, An dich Fleißig halten Jung und Alten, Die im Orden Eines Lebens einig worden.
2. Wenn Mann und Weib sich wohl begehn Und unverrückt beisammen stehn Im Bunde reiner Treue, Da geht das Glück in vollem Lauf, Da sieht man, wie der Engel Hauf Im Himmel selbst sich freue. Kein Sturm, Kein Wurm Kann zerschlagen, Kann zernagen, Was Gott giebet Dem Paar, das in ihm sich liebet.
3. Vor allen giebt er seine Gnad, In deren Schooß er früh und spat Sein Hochgeliebten heget. Dannspannt sein Arm sich täglich aus, Da faßt er uns und unser Haus Gleich als ein Vater pfleget. Da muß Ein Fuß Nach dem andern Gehn und wandern Bis sie kommen In das Zelt und Sitz der Frommen.
4. Der Mann wird einem Baume gleich, An Aesten schön, an Zweigen reich; Das Weib gleich einem Reben, Der seine Träublein trägt und nährt Und sich je mehr und mehr vermehrt Mit Früchten, die da leben. Wohl dir, O Zier, Mannessonne, Hauseswonne, Ehrenkrone: Gott denkt dein bei seinem Throne.
5. Dich, dich hat er ihm auserkorn, Daß aus dir werd herausgeborn Das Volk, das sein Reich bauet; Sein Wunderwerk geht immer fort, Und seines Mundes starkes Wort Macht, daß dein Auge schauet Schöne Söhne Und die Tocken*), Die den Rocken Fein abspinnen, Und mit Kunst die Zeit gewinnen. *) Töchter.
6. Sei gutes Muths: wir sind es nicht, Die diesen Orden aufgericht; Es ist ein höhrer Vater: Der hat uns je und je geliebt und bleibt, wenn unsre Sorg uns trübt, Der


