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Missions- und Festgesänge auch Haus- und Kirchenlieder nebst Liturgie und Psalmodien / Zusammengestellt von L. W. Fricke
Entstehung
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nicht lässig sein; Werden wir doch als wie träumen, Wenn die Freiheit bricht herein.

G. Arnold.

Buße und Beichte.

82.

traf mich nicht in deinem 3orn, großer Gott ver­schone! Ach, laß mich nicht sein ver­lorn, nach Verdienst nicht lohne. Hat die Sünd dich entzündt: Lösch ab in dem Lamme Deines Grimmes Flamme.

2. Zeig mir deine Vaterhuld Stärk mit Trost mich Schwachen! Ach, Herr hab mit mir Geduld, Mein Gebeine frachen: Heil die Seel Mit dem Oel Deiner großen Gnaden, Wend ab allen Schaden.

3. HErr, wer denkt im Tode dein? Wer dankt in der Höllen? Rette mich aus jener Pein Der verdammten Seelen; Daß ich dir Für und für Dort an jenem Tage, Höchster Gott, Lob sage.

4. Ach! sich mein Gebeine an, wie sie all erstarren; Meine Seele gar nicht kann Deiner Hülfe harren; Ich verschmacht: Tag und Nacht Muß mein Lager fließen Vor den Thränen­güssen.

5. Ach! ich bin so müd und matt Von den schweren Plagen; Mein Herz ist der Seufzer satt, Die nach Hülfe fragen. Wie so lang Machst du bang Meiner armen Seele In der Schwermuthshöhle?

6. Weicht, ihr Feinde, weicht von mir, Gott erhört mein Beten: Nun­mehr kann ich mit Begier Vor sein Antlit treten. Teufel weich! Hölle fleuch: Was mich vor gekränket, Hat mir Gott geschenket.

7. Vater, dir sei ewig Preis Hier und auch dort oben; Wie auch Christo

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gleicherweis, Der allzeit zu loben: Heilger Geist, Sei gepreist, Hoch ges rühmt, geehret, Daß du mich erhöret.

3. G. Allbinus.

Abendmahl.

83.

chmücke dich, o liebe Seele, Laß die dunkle Sünden­höhle, Komm ans helle Licht gegangen, Fange herrlich an zu prangen! Denn der HErr voll Heil und Gnaden, Will dich jetzt zu Gaste laden; Der den Himmel kann verwalten, Will jetzt Herberg' in dir halten.

2. Eile, wie Verlobte pflegen, Deinem Bräutigam entgegen, Der mit ſeinen Gnadengaben Jetzt dein armes Herz will laben. Deffn' ihm schnell des Geistes Pforten, Red' ihn an mit süßen Worten: Komm, ich will Dich mit Verlangen Als den liebsten Gast empfangen.

3. 3war beim Kaufe theurer Waaren Pflegt man sonst kein Geld zu sparen; Aber du willst für die Gaben Deiner Huld kein Gold nicht haben, Weil in allen Bergwerksgründen Kein solch' Kleinod ist zu finden, Das die blut­gefüllten Schalen Und dies Manna kann bezahlen.

4. Ach, wie hungert mein Gemüthe, Menschenfreund nach deiner Güte! Ach, wie pfleg' ich oft mit Thränen Mich nach dieser Kost zu sehnen! Ach, wie pfleget mich zu dürsten Nach dem Trank des Lebensfürsten, Daß in diesem Brod und Weine Christus sich mit mir vereine!

5. Beides, Wonne und auch Bangen, Fühl ich jetzt mein Herz umfangen. Das Geheimniß dieser Speise Und die unerforschte Weise Macht, daß ich voll Staunen merke, HErr, die Größe Deiner Werke. Ist auch wohl ein