28
2. Wasche es mit deinem Blut, Treuer Jesu, von den Sünden, Laß in seiner Taufe Fluth Den geerbten Fluch verschwinden Und sein Leben auf der Erden Deinem Vorbild ähnlich werden.
3. Und du, werther heilger Geist, Schenk ihm deine Gnadenkräfte. Treibe, wie dein Bund verheißt, Selbst in ihm das Heilsgeschäfte, Daß es stets an Jesu Leibe Ein lebendig Gliedmaß bleibe.
4. Hirte, nimm dein Schäflein an, Haupt, mach es zu deinem Gliede, Himmelsweg, zeig ihm die Bahn, Friedefürst schenk ihm den Frieden, Weinstock hilf, daß dieser Rebe Dich im Glauben auch umgebe.
V. 1-3. I. I. Sprengen. V. 4. Schmolck.
Confirmation.
80. Hein Schöpfer, steh mir
bei, Sei meines Lebens
Licht; Dein Auge leite mich, Bis mir mein Auge bricht. Hier leg' ich Herz und Glieder Vor dir zum Opfer nieder Und widme meine Kräfte Für dich und dein Geschäfte. Du willst ja, daß ich deine sei: Drum, Schöpfer, steh mir bei.
2. Mein Heiland, wasche mich Durch dein so theures Blut, Das alle Fleck'n tilgt weg Und lauter Wunder thut. Schließ' die verirrte Seele In deine Wundenhöhle, Daß sie von Zorn und Sünde Hier wahre Freiheit finde. Ich bin ein Scheusal ohne dich: Mein Heiland, wasche mich!
3. Mein Tröster, gieb mir Kraft, Wenn sich Versuchung zeigt, Regiere meinen Geist, Wenn er zur Welt sich neigt. Lehr' mich den Sohn erkennen, Ihn meinen Herren nennen, Sein Gnadenwort verstehen, Auf seinen Wegen gehen. Du bist, der alles Gute schafft: Mein Tröster, gieb mir Kraft.
4. Gott Vater, Sohn und Geist, Dir bin ich, was ich bin. Ach, drücke selbst mein Bild Recht tief in deinen Sinn. Erwähle mein Gemüthe, Zum Tempel deiner Güte, Verkläre an mir Armen Dein gnadenreich Erbarmen. Wohl mir, wenn du der Meine heißt, Gott Vater, Sohn und Geist!
Mel. Ich will mich mit dir verloben.
81.
Durchbrecher aller Bande, Der du immer bei uns bist, Der da Schaden, Spott und Schande Uns mit Himmelslust versüßt; Strafe ferner an den Deinen Den verhaßten Adams- Sinn, Bis dein seliges Erscheinen Uns führt aus dem Kerker hin.
2. Herrscher, herrsche; Sieger, siege; König, brauch dein Regiment; Führe Deines Reiches Kriege, Mach' der Sclaverei ein End'! Führe aus der Grub' die Seelen Durch des neuen Bundes Blut; Laß uns länger nicht mehr quälen, Denn du meinst's ja mit uns gut!
3. Hatten wir auch selbst erforen Fleisches Lust und Herrlichkeit, Gieb uns dennoch nicht verloren In den Tod der Eitelkeit! Ach, die Last treibt uns zu rufen, Alle flehen wir dich an: Beig' uns nur die ersten Stufen Der gebroch'nen Freiheitsbahn!
4. Ach, wie theu'r sind wir erwor= ben, nicht der Menschen Knecht zu sein; Drum, so wahr du bist gestorben, Mußt du uns auch machen rein, Rein und frei und ganz vollkommen, Nach dem besten Bild gebild't; Der hat Gnad' um Gnad' genommen, Wer aus deiner Füll' sich füllt.
5. Liebe, zeuch uns in Dein Sterben, Laß mit dir gekreuzigt sein, Was dein Reich nicht kann ererben, Führ' ins Paradies uns ein! Doch wohlan! du wirst nicht säumen, Wo wir nur


