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deinen Tempel Und suchen mit Begier Nach Simeons Erempel Dich großen Gott allhier.
2. Du wirst von uns gefunden, O Herr, an jedem Ort, Dahin du dich verbunden Durch dein Verheißungswort: Vergönnst noch heutzutage, Daß man dich gleicherweis' Auf Glaubensarmen trage, Wie hier der alte Greis. 3. Sei unser Glanz in Wonne, Ein helles Licht in Pein, In Schrecken unsre Sonne, In Kreuz ein Gnadenschein, In Zagheit Gluth und Flamme, In Noth ein Freudenstrahl, In Krankheit Arzt und Amme, Ein Stern in Todesqual.
4. Herr, laß auch uns gelingen, Daß legt wie Simeon Ein jeder Christ kann singen Den schönen Schwanenton: Mir werden nun mit Frieden Die Augen zugedrückt, Nachdem ich schon hienieden Den Heiland hab erblickt.
5. Ja, ja ich hab im Glauben Mein Jesu dich geschaut. Kein Feind kann dich mir rauben, Wie heftig er auch dräut. Ich wohn in deinem Herzen Und in dem meinen du. Uns scheiden teine Schmerzen, Kein' Angst, kein Schmerz dazu.
6. Hier blickst du zwar zuweilen So scheel und schwül mich an, Daß oft vor Angst und Heulen Ich dich nicht kennen kann; Dort aber wirds geschehen, Daß ich von Angesicht zu Angesicht soll sehen Dein immer flares Licht. Joh. Franc.
Paffion.
67. hrifte, du Lamm Gottes, cos Der du trägst die Sünde der Welt, Erbarme dich unser! 2. Christe, du Lamm Gottes 20. 3. Christe, du Lamm Gottes zc. Gieb uns deinen Frieden! Amen.
68.
Lamm Gottes unschuldig, Am Stamm des Kreuzes geschlachtet; Allzeit erfunden geduldig, Wiewohl du wurdest verachtet. All Sünd hast du getragen, Sonst müßten wir verzagen, Erbarm dich unser, o Jesu!
2. O Lamm Gottes unschuldig zc. 3. O Lamm Gottes unschuldig 2c. Gieb uns deinen Frieden, o Jesu!
n. Decius.
Mel. Vom Himmel hoch.
69. Bab
ab Lob und Dank, Herr Jesu Christ, Daß du für uns gestorben bist. Dein bittrer Tod, das Leiden dein Mein Heil und Leben ist allein.
2. Du hast ja, Herr, bezahlt für mich Das ist mein Glaube, darauf sterb ich. Herr, weck mich auf zur Seligkeit, daß ich dich lob in Ewigkeit.
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Mel. Ich will mich mit dir verloben.
70.
du Liebe meiner Liebe, Du erwünschte Seligkeit, Die du dich aus höchstem Triebe In das jammervolle Leid Deines Leidens mir zu gute Als ein Schlachtschaf eingestellt und bezahlt mit deinem Blute Alle Missethat der Welt.
2. Liebe, die mit Schweiß und Thränen An dem Delberg sich betrübt, Liebe, die mit Blut und Sehnen Unaufhörlich fest geliebt; Biebe, die mit allem Willen Gottes Zorn und Eifer trägt! Den, so niemand konnte stillen, Hat dein Sterben hingelegt.
3. Liebe, die mit starkem Herzen Alle Schmach und Hohn gehört; Liebe, die mit Angst und Schmerzen Nicht der strengste Tod versehrt; Liebe, die fich liebend zeiget, Als sich Kraft und Athem end't; Liebe, die sich liebend neiget, Als sich Leib und Seele trennt.


