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Missions- und Festgesänge auch Haus- und Kirchenlieder nebst Liturgie und Psalmodien / Zusammengestellt von L. W. Fricke
Entstehung
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4. Liebe, die mit ihren Armen Mich zuletzt umfangen wollt; Liebe, die aus Liebserbarmen Mich zuletzt in höchster Huld Ihrem Vater überlassen, Die selbst starb und für mich bat, Daß mich nicht der Zorn sollt faffen, Weil mich ihr Verdienst vertrat.

5. Liebe, die mit so viel Wunden Gegen mich als seine Braut Unauf­hörlich sich verbunden Und auf ewig angetraut; Liebe, laß auch meine Schmerzen, Meines Lebens Jammer­pein In dem blutverwund'ten Herzen Sanft in dir gestillet sein.

6. Liebe, die für mich gestorben Und ein immerwährend Gut An dem Kreuzesholz erworben Ach, wie denk ich an dein Blut! Ach, wie dank ich deinen Wunden, Du verwund'te Liebe du, Wenn ich in den letzten Stunden Sanft an deiner Seite ruh!

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7. Liebe, die sich todt gekränket Und für mein erkalt'tes Herz In ein kaltes Grab gesenket, Ach, wie dank ich deinem Schmerz! Habe Dank, daß du gestorben, Daß ich ewig leben kann Und der Seelen Heil erworben. Nimm mich ewig liebend an. Joh. Angelus.

Mel. Sünder, willst du ruhig sein.

71. Liebe, die du mir zu gut

An dem Kreuz dein theures 806 Blut Hast so mildiglich vergossen Und mich in dein Herz geschlossen: Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich.

F.

Oftern.

Mel. Erschienen ist der herrlich' Tag.

72. Triumph, Triumph! Victoria!

Der große Siegesheld steht da, Mein auferstandner Jesus ruft, Sammt Himmel, Erde, Meer und Luft: Victoria!

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2. Der schwere Blutkampf ist vor­bei, Der Bürge stehet wieder frei, Nun ist das schwere Werk vollbracht, Der schöne Tag vertreibt die Nacht: Victoria!

3. Du tapf'rer Ueberwinder du, Ich jauchze tausend Dank dir zu! Es fingt mein tiefster Herzensgrund, Es ruft mein jubelvoller Mund: Victoria!

4. Nun, nun kann ich erst fröhlich sein, Nun ist die Seligkeit recht mein, Du bringst sie aus dem Grabe mit, Ich bin nun aller Sünde quitt: Victoria!

5. Des Vaters Zorn ist nun ge­stillt Und des Gesetzes Fluch erfüllt; Wie väterlich ist er gefinnt! Er heißet mich sein liebes Kind: Victoria!

6. Ich spotte nun ganz unverzagt Dem Teufel, der mich stets verklagt; Ich will auf Löw'n und Ottern gehn Und doch unüberwindlich stehn. Victoria!

7. Wie lieb ist mir nunmehr der Tod! Das Gift ist weg, nun hat's nicht Noth; Ich schlafe nur im Sterben ein, Mein Grab ist wie ein Kämmerlein. Victoria!

8. Ich weiß, ich weiß, daß du noch lebst, Und niemals ferne von mir schwebst; Ich bin dein theures Eigen­thum, Drum schallt bei mir dein steter Ruhm: Victoria!

9. Der Himmel thut sich mir nun auf; Ach, Jesu! förd're meinen Lauf; Wie gern will ich zur Ruhe gehn, Daß ich kann himmlisch auferstehn.. Victoria!

10. Mein Jesu! komm, ich bin be­reit. Dann sing' ich dir in Ewigkeit, Bei dir, im sel'gen Himmelszelt: Triumph, Triumph, du großer Held! Victoria!

Johann Menter.