27. obe den Herren, den mächStigen König der Ehren, Meine geliebete Seele, das ist mein Begehren. Kommet zu Hauf! Psalter und Harfe, wacht auf! Lasset den Lobgefang hören!
2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret, Der dich auf Adelers Fittigen sicher geführet, Der dich erhält, Wie es dir selber gefällt. Haſt du nicht dieses verspüret?
3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet, Der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet. In wie viel Noth Hat nicht der gnädige Gott Ueber dir Flügel gebreitet.
4. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, Der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet! Denke daran, Was der Allmächtige kann, Der dir mit Liebe begegnet.
5. Lobe den Herren, was in mir ist, lob seinen Namen! Alles, was Odem hat, lobe mit Abrahams Samen! Er ist dein Licht! Seele, vergiß es ja nicht! Lob ihn in Ewigkeit! Amen. 3. Neander.
28.
ein Herz, ach rede mir
Mein nicht drein, Ich muß
von hinnen eilen, Ich muß bei meinem Jesu sein. Was soll ich hier verweilen, Wo Eitelkeit die Welt bedeckt? Drum weg! mein Geist sich dorthin streckt.
2. Mein Herzensfreund, ich laß dich nicht. Ich kann nichts bessers haben, In dir ist Ruh und Freudenlicht, Du
fannst vollkommen laben. Nichts ist, das mehr Vergnügung giebt, Als von dir, Jesu, sein geliebt.
3. Du, du bist mein, und ich bin dein, Wir sind in eins verbunden: Dies gute Theil hab ich allein Durch
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deine blutge Wunden. Du bist mein Fels, der mich nicht läßt, Auf dir ruht meine Seele fest.
4. Herr Jesu! ohne dich muß mir Die Welt zur Hölle werden: Ich habe, hang ich nur an dir, Den Himmel schon auf Erden. Es quillt mein Lebenstrank von dir, Du setzt dich mir zum Manna für.
5. O selge Stunde, da man dich Ins Herze recht kann schließen! Wie läßt du da so süßiglich Genad und Frieden fließen. So oft das Herze nach dir blickt, Wird es mit Himmelslust erquickt.
6. Das schwerste Kreuz wird leicht und klein, Denn du hilfst selber tragen, Du richtest es zum Besten ein, Kannst nicht von Herzen plagen. Dein Ruthenstreich ist voller Huld, Tu forderst von uns nur Geduld.
7. Führst du mich nun gleich wunderlich, Mein Freund! durch Dick und Dünne, Hast du doch allzeit über mich Gewiß was Guts im Sinne. Es führet mich dein Wunderpfad zu dir in meines Vaters Stadt.
8. Ich laß mich deiner Liebeshand, Sie labt mit ewger Liebe: Du bist entfernt von Unbestand In deinem Liebestriebe. Dein Herz ist immer einerlei, Gerecht und fromm und ewig treu.
9. Du blinde Welt such immerhin Nur Koth und Dunst der Erden. Nur Jesus ists, in dem mein Sinn Kann recht ergetzet werden. Drum rede mir nur niemand drein, Ich will und muß bei Jefu sein. 3. C. L. Hallendorf.
arre, meine Seele, harre
29. aves Herrn; Alles ihm befehle, hilft er doch so gern! Sei unverzagt, bald der Morgen tagt, Und ein neuer Frühling Folgt dem Winter nach:: In allen Stürmen,


