Der glaubige Christ betet zu Gott
Zierde nehmen. Das erfahren wir jetzt besonders, da du die Fenster des Himmels haft aufgethan und ohne Aufhören den Regen herabfallen läßst. Die Sonne entzieht uns ihre erwärmenden und erquickenden Strahlen; das Auge erblickt nichts als schwere und trübe Wolken, welche das Erdreich mit Wasser bedecken; die Früchte des Feldes kommen der Fäulniß nahe; Alles erregt einen fürchterlichen Anblick. Ach Herr! Herr! siehe doch an diesen unsern Jammer, und erbarme dich über uns gnädiglich. Mit unsern Sünden haben wir es wohl verdient, daß du deinen Segen uns entziehst; aber laß Gnade für Recht ergehen, und gedenke unser im Besten. Du hast ja die theure Zusage gethan, daß du die Erde und ihre Bewohner nicht mehr mit Wasser vertilgen wollest. Ach, du Gott voller Gnaden! so schließe die Fenster des Himmels, daß der Regen aufhöre auf uns zu fallen. Heitere den trüben Himmel auf, und laß das schöne Sonnenlicht wieder leuchten, daß das
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