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Tägliches Hand-Buch in guten und bösen Tagen das ist: Aufmunterungen, Gebete u. Gesänge 1) Für Gesunde, 2) Für Betrübte, 3) Für Kranke, 4) Für Sterbende; wie auch Sprüche, Seufzer und Gebete, den Sterbenden vorzusprechen nebst Fest-Andachten [...] / von Johann Friedrich Stark, Ev. Prediger zu Frankfurt am Main
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Der glaubige Christ betet zu Gott bei anhaltender nasser Witterung.

Aufmunterung. 1. B. Mos. 6, V. 17.

Eiehe, ich will eine Sündfluth mit Wasser kommen lassen auf Erden, zu verderben alles Fleisch, darinnen ein le­bendiger Odem ist, unter dem Himmel, Alles, was auf Erden ist, soll untergehen.

Ob Gott gleich verheißen hat, er wolle die Welt mit einer allgemeinen Überschwemmung nicht mehr züchtigen, so läßt er doch noch manchmal zur De­muth und Erweckung der Menschen Wasserfluthen, starke Regengüsse und eine anhaltende nasse Witterung fommen. Wenn nun der Regen nicht aufhören will, ſo erinnern sich wahre Christen dabei, daß 1) dieſe starken Regengüsse von Gott kommen;- das macht sie getrost. 2) Daß Gott über ihre Sünden zürne, das bringt sie zur Buße. 3) Daß solche Wasser­güsse gar leicht zu ihrem Verderben gereichen können; das erregt ihre Aufmerksamkeit, wie sie in allem Gottes Allmacht unterworfen seien. Das treibt sie zu Gott, daß sie zu ihm schreien, und in ihrer Notts ihn anrufen, mit kindlichem und glaubigem Gebet..

Gebet.

Großer und majestätischer Gott! der du den Himmel ausgebreitet, und die Erde gegründet und Alles erschaffen haft, was da lebet, webet und ist; wie schnell kannst du die Gestalt der Erde verändern und ihr ihre Schönheit und