542 Der glaubige Christ lobt und dankt Gott zc.
Vergnügen, Segen, Leben, Ruh' in dem ganzen Reich; Die streitenden Gemüther Sind nun zum Fried' geneigt; Der treue Menschenhüter Hat uns die Gnad' erzeigt.
3. Die helle Friedenssonne Beleucht't die Länder weit und breit, Sie bringet Heil und Wonne, Darum ist Jedermann erfreut; Der Ackersmann kehrt wieder zu seinem Ackerbau, Der Hirte spielet Lieder Auf seiner grünen Au'! Die Schäflein waiden stille, Weil sie kein Feind mehr schreckt, Und da die Regensfülle Das ganze Land bedeckt.
4. Gleichwie der Krieg zersplittert Das Alles, was er nur erreicht, Daß Berg und Thal erzittert, Und gleichsam von der Stelle weicht, So pflegt der Fried' zu heilen Das, was da ist verheert, Und Samen auszutheilen Dem, was da ist verstört! Man sieht mit Lusten bauen, Die Häuser und das Feld, Der Himmel scheint zu thauen, Was unserm Geist gefällt.
5. Laß diesen Frieden dauern, D treuer Vater! lange Zeit, Daß wir in unsern Mauern Nicht mehr erfahren Krieg und Streit! Ach! habe stets Gedanken Des Friedens, uns zu gut, Und halte in den Schranken Der Fürsten llebermuth; Nimm wegen uns'rer Sünden Uns nur den Frieden nicht, Und laß uns Gnade finden, Wenn schon dein Born anbricht.
6. Wir wollen nun vermeiden, Da du uns diesen Frieden schenkst, Und dich und uns kann scheiden, O Gott! und gnädig an uns denkst; Dich wollen wir verehren, Dich lieben und allein Das Herze zu dir kehren, Und also dankbar sein. Wir wollen stets bekriegen Der Sünden Lasterheer, Und alle Lust besiegen Zu unsers Gottes Ehr'.
7. Und da in diesen Tagen Der edle Friede also blüht, So laßt uns also sagen: Kommt schaut des Allerhöchsten Güt', Der hat dem Krieg gesteuert; Seht, das ist Gottes That, Den Frieden uns erneuert, D unverdiente Gnad'! Laßt Freudenlieder klingen Dem Herren Zebaoth, Und laßt uns fröhlich singen: Nun danket alle Gott.


