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Johann Friedrich Stark's, weil. evang. Predigers und Consistorialraths zu Frankfurt a.M., Tägliches Handbuch in guten und bösen Tagen : enthaltend Aufmunterungen, Gebete und Gesänge für Gesunde, Betrübte, Kranke und Sterbende ; ferner Sprüche, Seufzer und Gebete, den Sterbenden vorzusprechen, mehrere Festandachten, Buß-, Beicht-, Communion- und Wetter-Gebete, Trost- und Erquickungs-Gebete und Gesänge, wie auch Kriegs-, Theuerungs-, Pest- und Friedens-Gebete, nebst einem Gebetbüchlein für Schwangere, Gebärende, Wöchnerinnn und für Unfruchtbare
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Andachten für Sechswöchnerinnen.

fröhlich. O du gnädiger und starker Gott! ich will nun meinen Aus- und Kirchengang halten, dir in deinem Tempel für deine gnädige Hülfe und den starken Beistand, den du mir geleiſtet haſt, zu danken. HErr Gott! du hast mich glücklich entbunden, mein Leben erhalten, und mich mein Kind fröhlich erblicken lassen. Du hast, o du gnadenreicher Gott! diese sechs Wochen mich behütet, vor Unglück bewahret! du hast mir die verlornen Kräfte wieder gegeben, daß ich nun in gutem Wohlseyn zu deinem Tempel nahen kann. Danket dem HErrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewig. In der Angst rief ich den HErrn an, und der HErr erhörete mich, und tröstete mich. Der HErr ist meine Macht, mein Psalm und mein Heil. HErr! ich danke dir, daß du mein Leben in der Geburt erhalten hast; ich danke dir, daß du mir meine Kräfte wieder gegeben haft; ich danke dir, daß ich nun durch deine Kraft meinen Ausgang halten und dir in deinem Tempel für empfangene Wohlthaten danken kann; ach HErr! nimm das schwache Lobopfer meiner Lippen an. Ich freue mich dessen, das mir geredet ist, daß ich in den Tempel gehen soll, und meine Füße stehen sollen in den Thoren des geistlichen Jerusalems. Eins bitte ich vom HErrn, das hätte ich gern, daß ich in dem Hause des HErrn bleiben möge mein Lebenlang, zu schauen die schönen Gottesdienste des HErrn. Ach, mein Gott! laß diesen Ausgang gesegnet seyn; gib mir mit jedem Tage mehr Kräfte; laß mein Kind zu deinem Preise heran­wachsen. Ich bringe dir an diesem Tage ein Paar Turteltauben: mein dankbares Herz und meinen lobenden Mund; ach! verschmähe das Opfer nicht. Ich bringe dir das vollkommene Verfühnopfer: Jesu Blut und Tod, in wahrem Glauben; damit reinige mich und wasche mich. Ich opfere dir auch nochmals mein Kind auf, wie ich schon in der heiligen Taufe gethan; ach! sei hinfort sein Vater, sein Pfleger, Schutzherr, Erhalter und gnädiger Gott. Laß aber deine Gnadenflügel ferner ausgebreitet seyn über mich und mein Kind; laß uns vor dir leben und deinen Namen preisen. Gib, daß ich dieser Wohlthat allezeit eingedenk seyn und bleiben möge, damit ich im Glauben, in Frömmigkeit und Gottesfurcht beharren, und darin auch meine Kinder erziehen möge. Gib mir und meinen Kindern deinen heiligen Geist, der uns erleuchte, heilige, regiere und führe auf ebener Bahn, bis ich und meine Kinder zu deiner

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