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Evangelisches Gesang-Buch / hrsg. nach den Beschlüssen der Synoden von Jülich, Kleve, Berg, und von der Grafschaft Mark, mit Genehmigung Eines hohen Ministerii der geistlichen Angelegenheiten
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Für Sterbende.

Mel. Mag ich Unglück nicht.

676. Mobl ist bald voll­

ein Lauf, Gott­

bracht! Welt, gute Nacht, Wir werden uns nun scheiden! In Jesu Namen sanft und still Ich wandern will Zur Seligkeit mit Freuden. J dieser Welt War mir bestellt Viel Angst und Not, Zuletzt der Tod, Jetzt endet sich mein Leiden.

2. In Jesu Namen schlaf' ich ein, Er führt allein Mich aus dem Tod ins Leben. Sein an

dem Kreuz vergoff'nes Blut Kommt mir zu gut', Jhm will ich mich ergeben. Er ist mein Hort, Sein Lebenswort Stärkt mir mein Herz Jm Todesschmerz, Kann Freud' und Wonne geben.

3. In Jesu Namen fahr' ich hin, Denn mein Gewinn Jst Chri­stus, wenn ich sterbe. Ich weiß, daß er mich nicht verläßt, Und glaube fest: Jm Tod ich nicht verderbe. Mir ist bereit In Ewig­feit Von Gottes Sohn Die Ehren­tron', Das rechte Himmelserbe.

Nicht ermittelt.

Denn sein Tod ist mein Gewinn, Mein Verdienst sein Leiden.

4. Gute Nacht, ihr meine Lieben! Freund', Alle meine Alle, die ihr um mich weint, Laßt euch nicht betrüben. Schließ' ich auch mein Auge zu, Sink' ins Grab ich nieder: Schaut, die Sonne geht zur Ruh', Kommt doch morgen wieder.

Heinrich Albert,* 1604,+1668.

678. Ad

Mel. Sollt' es gleich bisweilen. ch, daß doch mein Jesus käme Und die Seele bald wegnähme Hier aus diesem Jammerthal zu sich in den Freudensaal!

2. Ist doch hier nichts mehr als Klagen, Seufzen, Weinen, lauter Plagen; Alle unsre beste Zeit Jst nur Müh' und Herzeleid. 3. Nichtig, flüchtig sind die Tage, Unser Leben ist nur Plage; Alles ist nur Eitelkeit Hier in dieser Sterblichkeit.

4. Was wir schauen hier auf Erden, Muß zu Staub und Asche werden; Was wir sehen, das vergeht, Gleich wie Rauch und Staub verweht.

Mel. Schwing dich auf zu deinem.

677. Einen guten Kampf hab' ich Auf der Welt gekämpfet, Denn der Herr hat gnädiglich All' mein Leid ge­dämpfet, Daß ich meinen Lebens­lauf Selig nun vollendet, Und mein' arme Seel' hinauf Gott dem Herrn gesendet.

2. Forthin ist mir beigelegt Der Gerechten Krone, Die mir wahre Freud' erregt Dort bor Gottes Throne. Ja, ich weiß, daß ich das Licht, Dem ich hier vertraue, Nämlich Gottes Ange­sicht, Dort auf ewig schaue.

Mel. Wenn mein Stündlein.

3. Dieſer schnöden, bösen Welt 679. Der Trennung Schmerz

Jämmerliches Leben mir nun länger nicht gefällt, D'rum ich mich ergeben Meinem Jesu, da ich bin Jetzt in lauter Freuden,

liegt schwer auf mir, Gott ruft mich von den Meinen; Das Herz erbebt, doch hoffen wir, uns wieder zu vereinen. D'rum nah' ich mit der Frage

5. D'rum begehr' ich nicht zu leben, Hier in dieser Welt zu schweben. Jesu, laß bei dir mich sein, So verschwindet Angst und Pein.

6. Gehe hin, du Weltgetüm= mel, Weil mein Wandel steht gen Himmel. Gern scheid' ich von Gut und Geld, Fahre hin, du falsche Welt!

Christoph Runge,* 1619, 1681.