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Evangelisches Gesang-Buch / hrsg. nach den Beschlüssen der Synoden von Jülich, Kleve, Berg, und von der Grafschaft Mark, mit Genehmigung Eines hohen Ministerii der geistlichen Angelegenheiten
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Für Kranke, Genesende, Sterbende.

6. Für Kranke, Genesende, Sterbende.

671. Der Morgen te bie 672. S höchfte lebet, Fr

Mel. Wer nur den lieben Gott. kommt,

Mel. Die Tug nd wird durch's. wahr der Aller­

Er

noch währt Plage, Sie wird mit jedem Mor­gen neu. Wie traurig fließen mir die Tage Der bangen Prüfungs­zeit vorbei! Das Licht, der neuen Sonne Licht, Erheitert meine Seele nicht.

will den Tod des Sünders nicht, Der ganz zerknirscht vor ihm er­bebet, Und sich sein eignes Urteil spricht. Er züchtigt uns zu seiner Ehre Und unserm Heil mit Vater­treu', Nur daß man sich zu ihm bekehre, Und zu dem Leben tütch­tig sei.

2. Noch immer bin ich auf der Erde, Wo mich Gefahr und Not umringt, Wo mich die drückende Beschwerde Zum Kleinmut und zur Klage dringt. Jch boff' auf Lind'rung meiner Pein, Doch meine Hoffnung trifft nicht ein.

3. Herr, eile doch mir beizuste­hen, Verlaß mich in der Schwach­heit nicht. O neige auf mein britn­stig Flehen Zu mir dein freund­lich Angesicht. Verleih mir nur in meinem Schmerz Geduld und ein zufriednes Herz.

4. Noch ist das Schicksal mir verborgen, Das diesen Tag mich treffen soll, Doch dich, o Bater, laß ich sorgen: Du kennst und willst mein wahres Wohl. Dein Rat, was der beschließt und thut, Ist heilig, ist gerecht und gut.

5. Soll ich die Last noch län­ger tragen, So halt' ich deiner Fügung still. Mich lehret ja mein Heiland sagen: Wie du, Gott, willst, nicht wie ich will! Stärk' mich auch in der Krankheit Pein, Gelassen, so wie er, zu sein.

6. Einst fommen doch der Ruhe Stunden, Des Lebens Ende rückt herbei; Dann ist das Leiden über­wunden, Ich bin von aller Trübsal frei; Du selbst gibst mir, o Gottes Sohn, Nach diesem Kampf den Gnadenlohn.

Chr. Sturm, 1740,+1786.

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2. Dut milder Gott, ich selber sehe Den teuren Eid an mir erfüllt. Wenn ich mit Reu' um Gnade flehe, Wird meiner Seele Angst gestillt. Da meine Werke nichts verdienen, Bleibt deiner Gnade aller Preis; Die ist an mir so groß erschienen, Daß ich's nicht auszusprechen weiß.

3. Ich sah die Welt und alles schwinden, Und Sinn und Sprache starben schon, Ich fühlte nichts als meine Sünden Und sah nur deinen Richterthron: Da rührte dich mein letztes Sehnen, Mein Jammer brach dein Vaterherz, Es schrieen für mich Jesu Thrä­nen, und mich erbat sein Blut und Schmerz.

4. Bald kam dein ganzer Trost hernieder, Der holte mich vom Tod herauf Und stärkte mich voll­kommen wieder zu einem neuen Lebenslauf. Du sprachest freund­lich mit mir Müden, Und ich ver­nahm dein Gnadenwort: Nun gehe hin, mein Kind, in Frieden und fündige nicht mehr hinfort.

5. O welcher Seligkeiten Menge Erweckte dieses Heil in mir! Dem Danke ward mein Herz zu enge Und brannt' und wallte nur von dir. O würde ich die Angst nicht wissen, In die mich deine Zucht

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