Christfestlieder.
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Mel. Lobe den Herren, den mächtigen.
43. Ehre seiGott in der Höhe! der Herr ist geboren! Sündern zum Heiland vom Höchsten aus Gnaden erforen! Lasset uns sein, Seiner Erbarmung uns freu'n! Ist er nicht uns auch geboren?
2. Dunkel bedeckte den Erdfreis, in Finsternis irrten Völker umher, wie die Herden verlassen vom Hirten. Jesus erschien, Nächte verschwanden durch ihn, Die auch den Weisen verwirrten.
3. Menschen, berufen sich unter einander zu lieben, Folgten der 3wietracht und Bitterfeit schändlichen Trieben. Jesus erschien, Lehrte den Menschenhaß flieh'n, Lehrte den Frieden uns lieben.
4. Wahrheit und Tugend entfeimten des Göttlichen Schritten, Trost und Erquicung trug er in der Weinenden Hütten! Selbst er, ihr Freund, Hatte vielfältig geweint, Tasten getragen, gelitten.
5. Ehre sei Gott in der Höhe! ein ewiges Leben Hat er durch ihn, seinen Sohn, uns erbarmend gegeben. Bis in das Grab Stieg er vom Himmel herab, Einst uns zum Himmel zu heben.
6. Seliger Glaube, daß einst meinen Retter ich sehe, Jhn mit den Scharen Vollendeter ewig erhöhe. Völlig beglückt Sing' ich dann, himmlisch entzückt: Ehre sei Gott in der Höhe! Aug. Herm. Niemeyer, 1754,+ 1828.
Mel. Sollt' ich meinem Gott nicht.
44. Ewig sei dir Lob gefungen Hier und einst vor deinem Thron, Daß du uns das Heil errungen, Mensch geword'ner Gottessohn. Uns zu gut' ins Fleisch gekommen Bist du voller Freundlichkeit; Ja, du hast vor alter Zeit Dich schon unser angenommen. Sei gelobt, Herr Jesu Christ, Daß du unser Bruder bist.
2. Sei gelobt, Herr, dir gebühret
Unser Dank in Wort und That; Herrlich hast du ausgeführet Deines Vaters Gnadenrat. Huldreich hast du dich vermählet Unsrer menschlichen Natur, Und vor aller Kreatur Sie allein dir ausgewählet. Du erhobst sie, Gottessohn, Mit dir auf der Gottheit Thron.
3. Du erschienest hier auf Erden, Mittler zwischen uns und Gott, Unser Friedensfürst zu werden, Retter aus der Sündennot. Herr, du hast das Kreuz erduldet, Haft mit Gott uns ausgeföhnt Und mit seiner Huld gekrönt Uns, die wir so viel verschuldet. Dies ist unsre Zuversicht Einst im Tod und im Gericht.
4. Nein, Gott kann mich nimmer hassen, Ob ich gleich ein Sünder bin: Nimmer kann mein Gott mich lassen, Denn er heget Vatersinn. Gnade schenkt er ſeinen Knechten In dem Sohne, der mich fennt und mich seinen Bruder nennt. Christus sitzt zu Gottes Rechten; Durch ihn bin ich Gott vereint, Gott mein Vater, Gott mein Freund.
5. Wird das Leben doch mein Leben, Leuchtet mir doch selbst das Licht. Alles Heil ist mir gegeben, Was ist, das mir noch gebricht? Seht, es fleußt der Quell der Freuden Aus dem hohen Himmelssaal Jn das nied're Erdenthal Und erquickt mich unter Leiden. Meine Lieb' und Seligkeit, Christus, ist geboren heut'.
6. Du, o Gottes höchste Gabe, Du, des Vaters ein'ger Sohn,
Du, der Seelen reichste Habe, Du, des Glaubens größter Lohn! Laß mich neu geboren werden, Bilde mich nach deinem Sinn, Nimm mich ganz zu eigen hin, Daß ich dein schon sei auf Erden; Dann lobsingt mein Leben dir, Treuer Heiland, für und für.
E. Finx( gen. Francisci), 1627, † 1694.


