Christfestlieder.
Zu den wahren Freuden. Faßt ihn wohl, er wird euch führen An den Ort, Wo hinfort Euch kein Kreuz wird rühren.
10. Wer noch ist beschwert im Herzen, Eil' herzu, Suche Ruh' Für Gewissensschmerzen. Sei getroft, er ist gefunden, Jst dein Teil, Machet heil Deine tiefsten Wunden.
11. Die ihr angstvoll schaut auf's Ende, Kommt herbei, Füllet frei, Glaubensvoll die Hände! Hier sind alle guten Gaben, Reines Gold, Und ihr sollt Euer Herz nun laben.
12. Süßes Heil, laß dich umfangen, Laß an dir, Meine Zier, Unverrückt mich hangen. Du bist meines Lebens Leben; Nun kann ich mich durch dich Wohl zufrieden geben.
4. große That, o Wundernacht, Bon Engeln selbst besungen! Du hast den Helfer uns gebracht, Der Sünd' und Tod bezwungen Und jetzt, zur Herrlichkeit erhöht, Herrscht auf dem Thron der Majestät, Um Heil und ew'ges Leben Den Gläubigen zu geben.
5. O du, des Vaters ein'ges 14. Rein bin ich um deinet- Kind. Du Hoffnung aller Fromwillen, Du gibst Mut, Ehr' und men! Durch den nun Gottes KinGut, Kannst mein Sehnen stillen. der sind, Die dich, Herr, aufgeIn mein Herz will ich dich schlie- nommen, Romm, Jesu, in mein fen, Dich, mein Heil Und mein Teil, Selig zu genießen.
Herz hinein, Und laß es deine Wohnung sein. Dahin geht mein Verlangen, Dich würdig zu empfangen.
15. Treu soll dich mein Herz bewahren, Ich will dir Leben hier, Und mit dir heimfahren. Mit dir will ich endlich schweben, Ganz erneut, Hoch erfreut, Dort im sel gen Leben.
Paul Gerhard, † 1676.
13. Forthin soll ich nicht verzagen, Denn du hast Meine Last Selbst für mich getragen. Du willst keine Schuld mehr finden; Frei werd' ich, Herr, durch dich, Frei von meinen Sünden.
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2. Willkommen, Held aus Da= vids Stamm, Du König aller Ehren! Willkommen, Jesu, Gottes lamm, Ich will deir Lob vermehren. Ich will dir all mein Leben lang Von Herzen sagen Preis und Dank, Daß du, da wir verloren, Für uns bist Mensch geboren.
3. O wie ist deine Huld so groß, Ich kann sie nimmer fassen! Du hast dich aus des Vaters Schoß zu uns herabgelassen. Hier wartete dein nichts als Not, Verachtung, Rummer, Schmerz und Tod, Und doch kamst du auf Erden, Der Menschen Heil zu werden.
Eigene Melodie.
42. Ermunt're dich, mein
schwacher Geist, Und trage groß Verlangen, Den Heiland, den der Himmel preist, Mit Freuden zu empfangen! Dies ist die Nacht, in der er fam, Und menschlich Wesen an sich nahm. Er will durch sein Erscheinen Uns ganz mit Gott vereinen.
6. Du, des sich meine Seele freut, Mein höchstes Gut, mein Leben, Was soll ich dir aus Dankbarkeit Für deine Treue geben? Herr, was ich hab' und was ich bin, Das geb' ich dir zu eigen hin, Mich soll kein Glückt, fein Leiden Von deiner Liebe scheiden.
7. Noch sieht dich zwar mein Auge nicht, Doch du wirst wiedertommen; Dann schauen dich von Angesicht, Herr, alle deine Frommen. Dann werd' auch ich, Herr Jesu Christ, Dich seh'n so herrlich, wie du bist. Und ewig dich dort oben mit allen Sel'gen loben. Johann Rist,* 1607.


