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Evangelisches Gesang-Buch / hrsg. nach den Beschlüssen der Synoden von Jülich, Kleve, Berg, und von der Grafschaft Mark, mit Genehmigung Eines hohen Ministerii der geistlichen Angelegenheiten
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Christfestlieder.

Schein, Es leuchtet mitten in der

Nacht und uns zu Lichtes Kindern

Halleluja!

5. Des Vaters Sohn geoffen­bart, Gast in dieser Welt er ward Und führt uns aus dem Jammer­thal Zum Erbteil in den Him­melssaal. Halleluja!

6. Er ist auf Erden kommen arm, Daß er unser sich erbarm', Uns in dem Himmel mache reich Und seinen lieben Engeln gleich. Halleluja!

7. Das hat er alles uns gethan, Seine Lieb' zu zeigen an. Des freu' sich alle Christenheit Und dank' ihm das in Ewigkeit. Halleluja!

Martin Luther,* 1483,+1546.

Mel. Wir Christenleut'.

40. Lobgesang DemHerrn, der uns zum Heile ward ge­boren! Sein Licht erhellt Die dunkle Welt; Des Lichtes Kinder gehen nicht verloren.

2. Welch eine Nacht! Der Sterne Pracht Wich vor dem Glanz der frohen Himmelschöre. Die Erd' erklang Vom Lobgefang, Der jauchzend rief: Gott in der Höh' ſei Ehre!

3. So tönt es laut; Der Vater schaut Versöhnt herab, auf Erden herrscht sein Friede. Wem schlägt die Brust Nicht jetzt voll Lust, Voll Seligkeit bei diesem Segens­

liede?

4. So singt auch ihr Und danket hier Dem, dessen Ruhm die Him­mel wiederhallen; Und lebt hin­fort Nach seinem Wort, Dann ruht auf euch sein gnädig Wohl­gefallen.

5. Auch mein Gesang, Herr, bringt dir Dant, Denn mir auch bringt dein Sohn des Himmels Segen. Tod und Gericht Er­schreckt mich nicht, Der Zukunft Nacht geh' ich getroft entgegen. F. Fugger,+1617.

Mel. Warum sollt' ich mich denn.

41. Fröhlich laßt uns Gott

lobsingen, erfreut Paßt uns heut' Tank und Ruhm ihm bringen. Euch ist heut' der Herr geboren! Hört, wie's schallt, Wiederhallt: Christus ift geboren!

2. Heute geht aus seiner Ram­mer Gottes Held, Der die Welt Reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch, dir, Mensch, zu gute.. Es vereint Unser Freund Sich mit unserm Blute.

3. Wer kann Gottes Ratschluß faffen? Aber dies st gewiß: Er fann uns nicht lassen. Gott gibt, unserm Leid zu wehren, Seinen Sohn Von dem Thron Seiner Macht und Ehren.

4. Sollt' er von uns sein ge=

Selbst sich uns gewähret? Sollt' uns Gottes Sohn nicht lieben, Der jetzt kömmt, Mächtig hemmt, Was uns will betrüben?

5. Wenn er uns verworfen hätte, Nähm' er dann Menschheit an, Daß er uns errette? Hätt' er Luft an unserm Schaden, Gnadenreich Würd' er euch Dann nicht zu sich laden.

6. Was ihm Schweres wird auf Erden Angethan, Er nimmt's an, Unser Schutz zu werden; Unser Lamm, das für uns stirbet, Und bei Gott Durch den Tod Fried' n und Heil erwirbet.

7. Šeht, er liegt in seiner Krippe, Ruft zu sich mich und dich, Spricht mit süßer Lippe: Lasset fahren, liebe Brüder, Was euch quält! Was euch fehlt, Bring' ich alles wieder.

8. O so laßt uns zu ihm eilen, Stellt euch ein, groß und klein, Laßt von ihm euch heilen! Liebt ihn, der vor Liebe brennet. Schaut den Stern, Unsern Herrn, Der uns Leben gönnet.

9. Die ihr steht in großen Lei­den, Sehet, hier Ist die Thür