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Evangelisches Gesang-Buch / hrsg. nach den Beschlüssen der Synoden von Jülich, Kleve, Berg, und von der Grafschaft Mark, mit Genehmigung Eines hohen Ministerii der geistlichen Angelegenheiten
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Adventslieder.

16

Ja, das aus Gott dich neu gebiert Und selbst zu Gott ins Leben führt.

2. Der Geist aus Gott erfülle mich, Damit mein Geist erneu're sich, Und ich vom alten Menschen frei, Ganz rein, ganz neu und christlich sei, Damit mein Mund ermunt're fich Und Gott lobsinge ewiglich.

3. So findet auch, mehr als zu­vor, Dein teures Wort ein off'nes Ohr, Das Wort, das dem das Leben gibt, Der darnach thut und

Mel. Ich dank' dir schon durch.

Glauben übt. Ach Jeſu, gib, daß 32. Gedanke, der uns Leben

Frucht

für und für. Philipp von Zefen,* 1619,+1689. Eigene Melodie.

gibt, kann dich ganz durchdenken? ,, Also hat Gott die Welt geliebt, Uns seinen Sohn zu schenken!"

2. Hoch über die Vernunft er­

31. mit Füllst du mein Herz mit Majestät Und stillest mein Gewissen.

Der in seines Vaters Namen Sicherhebet auf den Thron über Jakobs Haus und Samen, Welchem Gott ein Reich bestimmt, Dem die Reiche dieser Erden Endlich müssen dienstbar werden, und das selbst kein Ende nimmt.

5. Jauchzt, ihr Kräfte, freuet euch, Seid ermuntert, meine Sin­nen! Jesus und sein Gnadenreich Wird in euch nun Raum gewinnen. Kommt und schwört den Huld'­gungseid, Kommt und küßt den Sohn der Liebe! Ach, daß nie­mand draußen bliebe! Hier, o hier ist Seligkeit.

Benjamin Schmolde,* 1672,+1737.

3. Ich kann der Sonne Wunder nicht, noch ihren Bau ergründen, Und doch kann ich der Sonne Licht und ihre Wärm' empfinden:

4. So kann ich auch nicht Gottes Rat Von Jesu Tod ergründen, Allein das Göttliche der That, Das fann mein Herz empfinden.

5. Nimm mir den Trost, daß Jesus Christ Nicht meine Schuld getragen, Nicht Gott und mein Erlöser ist, So werd' ich angstvoll zagen.

6. Jst Christi Wort nicht Gottes Sinn, So werd' ich irren müssen, Und wer Gott ist, und was ich bin und werden soll, nicht wissen.

7. Nein, diesen Trost der Chri­stenheit Soll mir kein Spötter rauben, Ich fühle seine Göttlich­teit Und halte fest am Glauben. 8. Des Sohnes Gottes Eigen­

4. Schreibe, Herr, mich auchtum, Durch ihn des Himmels mit an unter deine Unterthanen: Ich will dir, so gut ich kann, In mein Herz die Wege bahnen. Ich geselle mich im Geist, Herr, zu jenen frohen Chören, Die mit lautem Dank dich ehren. Sohn des Höchsten, sei gepreist!

Erbe: Dies bin ich, und das ist mein Ruhm, Auf den ich leb' und sterbe.

9. Er gibt mir seinen Geist, das Pfand, Fm Glauben mich zu stärken, Und bildet mich durch seine Hand zu allen guten Werken.

2. Sei gesegnet, teures Reich, Das ein solcher Herr besitzet, Dem tein Herr auf Erden gleich, Der das Recht mit Nachdruck schützet! Schwinge dich in stetem Flor, Groß durch Frieden, reich an Freu­den, Unter Juden, unter Heiden, Mit vermehrtem Glanz empor.

3. Deines Königs Majestät Müsse jedes Volk verehren, Und so weit die Sonne geht, Müsse sich sein Ruhm vermehren. Selbst der kleinen Kinder Mund Mache zum Verdruß der Feinde, Und zur Freude seiner Freunde, Seinen großen Namen fund.