Adventslieder.
Heer. Seine Engel stellen sich Dir zur Seite, wenn du dich Hier willst oder dort hin wenden, Tragen dich auf ihren Händen.
9. Was du Böses haft begangen, Das ist alles abgeschafft; Gottes Liebe nimmt gefangen Deiner Sünden Macht und Kraft. Christi Sieg behält das Feld, Und was Böses in der Welt Sich will wider dich erregen, Wird zu lauter Glück und Segen.
10. Alles dient zu deinem Frommen, Was dir bös' und schädlich scheint, Weil dich Christus ange= nommen, Und es treulich mit dir meint. Bleibst du ihm nur wieder treu, Ist's gewiß und bleibt dabei, Daß du mit den Engeln droben Ihn dort ewig werdest loben.
Paul Gerhardt, † 1676.
Eigene Melodie.
Jie soll ich dich empfan
29.
ich dir? O aller Welt Verlangen, O meiner Seelen Zier! O Jesu, Jesu, zünde mir selbst die Fackel an, Auf daß mein Herz ergründe, Was dich ergößen kann.
2. Dein Zion streut dir Palmen Und grüne Zweige hin, Und ich will dir in Psalmen Ermunterr meinen Sinn. Es soll mein Herz dir grünen Jn stetem Lob und Preis Und deinem Namen dienen, So gut es kann und weiß.
3. Was hast du unterlassen, Zu bringen Trost und Freud'? Als Leib und Seele saßen In ihrem größten Leid, Als mir das Reich genommen, Wo Fried' und Freude lacht: Bist du, mein Heil, gekommen Und hast mich froh gemacht.
4. Ich lag in schweren Banden, Du kommst und machst mich los; Ich stand in Spott und Schanden,
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5. Nichts, nichts hat dich ge= trieben Zu mir vom Himmelszelt, Als das geliebte Lieben, Womit du alle Welt In ihren tausend Plagen und ihrer Jammerlast, Die kein Mund kann aussagen, So fest umfangen hast.
6. Das schreibt in eure Herzen, Drückt euch die Last so schwer, Ihr, denen Gram und Schmerzen Šich häufen mehr und mehr. Seid unverzagt, ihr habet Die Hülfe vor der Thür: Der eure Herzen labet Und tröstet, steht schon hier.
Und hebst mich hoch zu Ehren Und schenkst mir großes Gut, Das sich nicht läßt verzehren, Wie Erdenreichtum thut.
7. Jhr dürft euch nicht bemühen, Noch sorgen Tag und Nacht, Wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht; Er kommt, er kommt mit Willen, Jst voller Lieb' und Lust, All' Angst und Not zu stillen, Die ihm an euch bewußt.
8. Auch dürft ihr nicht erschrecken Vor eurer Sündenschuld; Nein,
Lieb' und Huld. Er kommt, er kommt, den Šindern Zu Trost und wahrem Heil, Schafft, daß bei. Gottes Kindern Verbleib' ihr Erb' und Teil.
9. Was fragt ihr nach dem Schreien Der Feind' und ihrer Tüld'? Der Herr wird sie zerstreuen In einem Augenblick. Er kommt, er kommt, ein König, Dem alle Macht und List Der Feinde viel zu wenig Zum Widerstande ist.
10. Er kommt zum Weltgerichte, Zum Fluch dem, der ihm flucht, Mit Gnad' und süßem Lichte Dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, Und leit' uns allzumal Zum Licht der ew'gen Wonne In deinen Freudensaal. Paul Gerhardt,+1676.
Mel. Vater unser im Himmelreich. uf,
30. Afreut, Das Kirchenjahr wird heut' erneut, Da dir aufs neu' das Heilwort klingt, Das dich erfreut, das dich verjüngt,


