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Evangelisches Gesang-Buch / hrsg. nach den Beschlüssen der Synoden von Jülich, Kleve, Berg, und von der Grafschaft Mark, mit Genehmigung Eines hohen Ministerii der geistlichen Angelegenheiten
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Adventslieder.

Mel. Nun tomm, der Heiden Heiland. Und es bringt mich zum Verzagen

27. Gott ſei Dank in aller beständig hält Und der Sünder Trost und Rat Zu uns hergesen­det hat.

Auch des Teufels Lug und Trug, Welt, Der Der mir Gnad' absagt, Mich bei Tag' und Nacht ver= flagt Und also mein Herz zer­schläget, Daß sich all' mein Blut beweget.

2. Was der alten Väter Schar Höchster Wunsch und Sehnen war, Was sie haben prophezeit, Ist er­füllt in Herrlichkeit.

3. Zions Hilfe, Abrams Lohn, Jakobs Heil und Davids Sohn, Der erhab'ne Wunderheld Hat sich treulich eingestellt.

4. Sei willkommen, o mein Heil! Hofianna, du mein Teil! Richte du dir eine Bahn Auch in meinem Herzen an.

5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein, Dir gehört das Herz allein; Mach' es, wie du gerne thust, Rein von aller Sündenlust.

6. Und wie du voll Sanftmut famst, Meine Lasten auf dich nahmst: Also sei auch jederzeit Deine Sanftmut mir bereit.

7. Tröste, tröste meinen Sinn, Weil ich schwach und blöde bin, Und des Satans Macht und ist Wider mich geschäftig ist.

8. Tritt der Schlange Kopf ent­zwei, Daß ich aller Ängste frei, Dir in meiner Glaubensbahn Selig bleibe zugethan.

9. Laß mich, wenn du, Lebens­first, Herrlich wiederkommen wirst, Freudig dir entgegengehn, Und gerecht vor dir bestehn.

Heinrich Held, lebte um 1643.

Mel. Werde munter, mein Gemüte.

28. Wan Jarum willst du drau­ßen stehen, Du Ge­segneter des Herrn? Laß dir, zu mir einzugehen, Wohlgefallen, du, mein Stern. Du, mein Jesu, meine Freud', Helfer in der rech­ten Zeit, Hilf, o Jesu, meinem Herzen Von den Wunden, die mich schmerzen.

2. Meine Wunden hat geschla­gen Das Gesetz mit seinem Fluch.

3. Will ich dann mein Elend lindern und erleichtern meine Not Bei der Welt und ihren Kindern, Fall' ich nur in neue Not. Da ist Freude, die betrübt, Troft, der nicht Erquicung gibt, Helfer, die mir Herzleid machen, Falsche Freunde, die mein lachen.

4. In der Welt ist alles nichtig, Nichts ist, das nicht kraftlos wär'. Hab' ich Hoheit, die ist flüchtig, Hab' ich Reichtum, was ist's mehr als ein Stücklein armer Erd'? Hab' ich Lust, was ist sie wert? Was ist, das mich heut' erfreuet, Das mich morgen nicht gereuet?

5. Aller Trost und alle Freude Ruht in dir, Herr Jesu Christ! Dein Erfreuen ist die Weide, Wo man immer fröhlich ist. Leuchte du, o Freudenlicht, Eh' mein ar­mes Herz mir bricht, Laß an dir es sich erquicken! Jesu, komm, laß dich erblicken!

6. Freu' dich, Herz, du bist er­höret, Denn er ziehet bei dir ein. Sein Gang ist zu dir gekehret, Heiß ihn nur willkommen sein Und bereite dich ihm zu, Gib dich ganz zu seiner Ruh', Öffne ihm Gemüit und Seele, Klag' ihm, was dich drück' und quäle.

7. Nun hast du ein süßes Le­ben: Alles, was du willst, iſt dein; Christus, der sich dir gege­ben, läßt dich reich durch Gnade sein. Seine Gnad' ist deine Kron', Und dein Heil sein schönster Lohn. Innig hält er dich umschlossen, Nennt dich seinen Reichsgenossen. 8. Seines Himmels gold'ne Decke Spannt der Heiland um dich her, Daß dich fort nicht mehr erschrecke Deiner Feinde großes