Adventslieder.
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2. Auf, ihr betrübten Herzen,| seh'n; Er steht in eurer Mitte Der König ist euch nah'; Hinweg all' Angst und Schmerzen, Dei Helfer ist schon da. Seht, wie so mancher Ort Hochtröstlich ist zu nennen, Da wir ihn finden können In Nachtmahl, Tauf' und Wort.
3. Auf, auf, ihr Vielgeplagten, Der König ist nicht fern. Seid fröhlich, ihr Verzagten, Dort kommt der Morgenstern. Der Herr will in der Not Mit reichem Trost euch speisen, Er will euch Hülf' erweisen Und retten von dem Tod.
4. Seid fromm, ihr Unterthanen, Der König ist gerecht; Laßt uns den Weg ihm bahnen, Wir sind ja sein Geschlecht. Fürwahr, er meint es gut, D'rum lasset uns die Plagen, Die er uns schickt, ertragen Mit unerschrocknem Mut. 5. Und wenn gleich Krieg und Flammen Uns alles rauben hin, Stürzt auch die Welt zusammen: Uns ist es doch Gewinn. Wenn gleich ein früher Tod Die wir geliebt, genommen: Getrost! sie sind gekommen Ins Leben aus der Not.
6. Frisch auf in Gott, ihr Armen, Der König sorgt für euch; Sein gnädiges Erbarmen Macht auch die Ärmsten reich. Der selbst des Tiers gedacht, Der wird auch euch ernähren; Was Menschen nur begehren, Das steht in seiner Macht.
7. Hat endlich uns betroffen Viel Kreuz, läßt er doch nicht Die, welche auf ihn hoffen Mit rechter Zuversicht. Von ihm kommt alles her, Er läsfet auch im Sterben Die Seinen nicht verderben, Kein Kreuz kann sein zu schwer.
8. D'rum auf, ihrHochbetrübten, Der König kommt mit Macht. An uns, dieHerzgeliebten, hat er schon längst gedacht. Nun wird nicht Angst noch Pein, Noch Tod hinfort uns schaden, Weil Gott nun läßt aus Gnaden Uns seine Kinder sein.
9. Auf, eilt mit schnellem Schritte, Den König selbst zu
Start, herrlich, sanft und schön. O tretet all' heran, Den Heiland zu begrüßen, Der alles leid verfüßen Und uns erlösen kann.
10. Der König will bedenken, Die er so herzlich liebt, mit föftlichen Geschenken, Er, der sich selbst uns gibt Fn seinem Gnadenwort. König, hoch erhoben, Wir alle wollen loben Dich freudig hier und dort.
11. Nun, Herr, du gibst uns reichlich, Wirst selbst doch arm und schwach. Du liebest unvergleichlich, Du gehst den Sündern nach. D'rum wollen alle wir Die Stimmen hoch erschwingen, Das Hofianna singen Und ewig danken dir. Johann Nist,* 1607.
Mel. Von Gott will ich nicht lassen.
26. it Ernst, o Menschen
in
euch bestellt; Es kommt das Heil der Sünder, Der große Wunderheld. Er, den aus Gnad' allein, Der Welt zum Licht und Leben Der Vater hat gegeben, Will bei uns kehren ein.
2.
Bereitet doch fein tüchtig Ten Weg dem großen Gast, Macht seine Steige richtig, Räumt fort, was ihm verhaßt. Die Thäler füllet aus, Erniedriget die Höhen, Und laßt ihm offen stehen Ein jedes Herz und Haus.
3. Ein Herz, das Demut übet, Bei Gott am höchsten steht; Ein Herz, das Hochmut liebet, Mit Angst zu grunde geht. Ein Herz, das richtig ist und folget Gottes Leiten, Das kann sich recht bereiten, Zu dem kommt Jesus Christ.
4. Ach, mache du mich Armen zu dieser heil'gen Zeit Aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit. Zeuch in mein Herz hinein, Mach' es zu deiner Krippe, So werden Herz und Lippe Dir all'zeit dankbar sein.
Valentin Thilo jr., 1607,+1662.


