Der erst recht wohl Johannes heißt,
So reich an Gottes Hulden; Sein Bruder Heinrich nach dem Geist Ein rechter Christ ohn' Schulden. Von dieser Welt gescheiden sind, Sie han die Kron' erworben, Recht wie die frommen Gotteskind Für sein Wort sind gestorben, Sein Märt'rer sind sie worden.
Der alte Feind sie fangen ließ,
Erschreckt sie lang mit Dräuen, Das Wort Gottes man sie leugnen hieß, Mit List auch wollt sie täuben. Von Löwen der Sophisten viel, Mit ihrer Kunst verloren, Versammelt er zu diesem Spiel: Der Geist sie macht zu Thoren, Sie konnten nichts gewinnen.
II.
Ein neues Lied wir heben an.
in neues Lied wir heben an, Das walt' Gott unser Herre! Zu singen, was Gott hat gethan Zu Seinem Lob und Ehre. Zu Brüssel in dem Niederland Wohl durch zween junge Knaben Hat Er Sein Wunder macht bekannt, Die Er mit Seinen Gaben
So reichlich hat gezieret.
Sie sungen süß, sie sungen sau'r, Versuchten manche Listen.
Die Knaben stunden wie ein' Mau'r, Verachten die Sophisten.
Den alten Feind das sehr verdroß, Daß er war überwunden
Von solchen Jungen, er so groß: Er ward voll Zorn von Stunden, Gedacht sie zu verbrennen.
Sie raubten ihn'n das Klosterkleid, Die Weih' sie ihn'n auch nahmen. Die Knaben waren des bereit, Sie sprachen fröhlich Amen. Sie dankten ihrem Vater Gott, Daß sie los sollten werden
Des Teufels Larvenspiel und Spott, Darin durch falsche Berden( Gebärden) Die Welt er gar betreuget.
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