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Dr. Martin Luthers Geistliche Lieder : (nach den Original-Texten) / mit Bildern geschmückt von Gustav König
Entstehung
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Da jammert Gott in Ewigkeit Mein Elend übermaßen,

Er dacht an Sein Barmherzigkeit, Er wollt mir helfen lassen,

Er wandt zu mir das Vaterherz, Es war bei Ihm fürwahr kein Scherz; Er ließ Sein Bestes kosten.

Er sprach zu Seinem lieben Sohn: B Die Zeit ist hie zu' rbarmen. Fahr hin, Mein's Herzens werte Kron' Und sei das Heil dem Armen, Und hilf ihm aus der Sünden Not Erwürg für ihn den bittern Tod, Und laß ihn mit Dir leben.

Jer Sohn dem Vater g'horsam ward, Er kam zu mir auf Erden, Von einer Jungfrau rein und zart, Er sollt mein Bruder werden. Gar heimlich führt Er Sein Gewalt, Er ging in meiner armen G'stalt; Den Teufel wollt Er fangen.

G

Er sprach zu mir: Halt dich an mich, Es soll dir jetzt gelingen. Ich geb' Mich selber ganz für dich, Da will Jch für dich ringen. Denn Ich bin dein und du bist Mein, Und wo Ich bleib, da sollst du sein, Uns soll der Feind nicht scheiden.

Pergießen wird er Mir Mein Blut,

Dazu Mein Leben rauben: Das leid Ich alles dir zu gut, Das halt mit festem Glauben. Den Tod verschlingt das Leben Mein, Mein Unschuld trägt die Sünde dein, Da bist du selig worden.

en Himmel zu dem Vater Mein Fahr Ich von diesem Leben. Da will Jch sein der Meister dein, Den Geist will Ich dir geben, Der dich in Trübnis trösten soll Und lehren Mich erkennen wohl Und in der Wahrheit leiten.

as Ich gethan hab' und gelehrt, Das sollst du thun und lehren,

Damit das Reich Gottes werd' gemehrt Zu Lob und Seinen Ehren,

Und hüt dich vor der Menschen G'satz, Davon verdirbt der edle Schat, Das laß Ich dir zu lezze! Amen.

ihoods

1523.