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Kleine Sammlung geistlicher Lieder
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XI

denn wenn dieses geschehen würde, so bezeichnete das griechische Wort eine allgemeine heilige Ordnung."

Eine fast unüberwindliche Schwierigkeit bot uns das mit ,, Taufe" verbundene Vorwort is( eis) dar, weil die deutsche Sprache kein Wort hat, das dem griechischen in allen Fällen entspricht. Die Juden waren siç Mosen getauft.( 1. Kor. 10, 2.) Der Apostel fragt Apostelgesch. 19, 3: Wozu seid ihr getauft?" Sie antworteten:, Zu der Taufe Johannes';" eine Antwort, welcher im Deutschen aller Wohllaut mangelt. In Beziehung auf den Namen Jesu übersetzen einige das griechische siç( eis) durch ,, auf," andere durch, in":, auf den Namen Jesu," oder: in dem Namen Jesu." In Röm. 6, 3. 4 sagt der Apoſtel: Wir sind getauft eis Christum Jesum eis den Tod," mithin: ,, begraben durch die Taufe eis den Tod."- Wollte man übersetzen: ,, getauft in Christum," so würde man auch, dem Zweck dieser Handlung zuwider, sagen müssen:, getauft in Mosen;" und ein ähnliches Hindernis würde der Ausdruck Christ um" bieten, indem es dann auch gegen allen Sprachgebrauch: ,, an den Tod" heißen müßte. Für den Uebersetzer handelt es sich indes nicht um eine Lehre von der Taufe, sondern um eine äußerst genaue Uebersetzung, deren Ausführung, wie schon gesagt, ſehr erschwert ist, weil die deutsche Sprache für das griechische eis kein entsprechendes Wort hat. Dieses, eine Richtung bezeichnend, kann, wenn von einem Orte die Rede ist, ohne Schwierigkeit über­setzt werden; z. B.: Ich gehe nach Rom." Wenn es jedoch in Beziehung auf einen moralischen Zweck, den man erreichen, oder auf eine Person oder Sache, der man sich anschließen will, ange­wandt ist, so ist für den Uebersetzer das Hindernis auf befriedi­gende Art nicht zu besiegen. Wir sind daher, gleich mehreren andern Uebersetzern, gezwungen gewesen, die Frage mit Hülfe des Wörtchens ,, auf" zu beantworten, so wenig uns auch unsre Wahl befriedigte.

,, an

Der Ausdruck: zweit- erster Sabbath"( Luk. 6, 1.) bietet auf den ersten Blick dem Verständnis einige Schwierigkeit dar, die jedoch bei einer nähern Beleuchtung der jüdischen Ge­bräuche schwinden wird. Das Jahr, in betreff des Gottesdienstes der Juden, begann mit dem Monat Abib( d. h. grünes Korn), der von Mitte März bis Mitte April dauerte. In dem 23. Kapitel des dritten Buches Moses', wo wir die jüdischen Feste beschrieben finden, bemerken wir neben dem allgemeinen und wöchent­lich wiederkehrenden Feste des Sabbaths, daß die Hauptfeste mit