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Kleine Sammlung geistlicher Lieder
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VII

selben dann nach und nach dem Texte einverleibte.- Einige dieser Manuskripte sind über 1400 Jahre alt.

Der schon erwähnte Griesbach führte nicht nur ſeine Unter­suchungen weiter aus, als alle seine Vorgänger, sondern wich auch von dem bisher eingeschlagenen Verfahren völlig ab, indem er, nicht wie jene, den nach einigen Manuskripten von ungewissem Werte gebildeten Text, sondern denjenigen, welchen er nach sorgfältiger Prüfung für den richtigen hielt, als den seinigen aufnahm, die Veränderungen aber durch kleinere Typen andeutete und die von ihm verworfenen Lesarten unter den Tert setzte. Seitdem sind die meisten Herausgeber dieser Methode gefolgt, indem auch sie den nach ihrer Meinung genauesten Text veröffentlichten.

Wir mun hielten uns für verpflichtet, unsrer Uebersetzung einen möglichst genauen Text, so wie ihn die mühevolle Arbeit der Gelehrten hergestellt hat, zu Grunde zu legen, um so das inspirirte Wort ſo rein als möglich wiederzugeben. Wie schon bemerkt, lag uns der Gedanke fern, eine kritische Ausgabe zu veranstalten; aber wir thaten folgendes:

Da, wo die Gelehrten nach Vergleichung der vorhandenen Manuskripte und Benutzung der oben genannten Hülfsmittel, in betreff der Lesart einstimmig waren, sind wir ihnen gefolgt; und wir dürfen zu unsrer Frende wiederholen, daß sie, wenige Stellen ausgenommen, in allen wichtigen Fällen in der Lesart überein­stimmen. Infolge der von uns eingeschlagenen Methode mußten wir nicht selten von dem unvollkommnen Texte des Textus receptus abweichen, den fast alle früheren Uebersetzer in Ermangelung eines bessern ihrer Arbeit zu Grunde legten. Die verworfenen Lesarten haben wir unter dem Buchstaben R. am Schlusse des Buches zut= sammengestellt. Wir haben dies jedoch nicht gethan, um den an­genommenen Text als etwas Ungewisses oder Zweifelhaftes hinzu­stellen, sondern nur um dem Einwurfe zu begegnen, als hätten wir nach Willkür oder aus Nachlässigkeit diese oder jene Stellen verändert oder ausgelassen. Nur da, wo man in betreff der Ver­änderungen in der Lesart unschlüssig war, übersetzten wir nach dem Textus receptus. Wenn ferner der Leser unten als Note das Wörtchen: Oder( O.) findet, so soll dadurch angedeutet werden, daß die betreffenden Wörter oder Sätze noch eine andere Ueber­setzung zulassen. Ebenso haben wir in vielen Fällen, wo eine wörtliche Uebersetzung des Textes zu sehr der Verständlichkeit er­mangeln würde, diese als Note mit dem Zeichen B.- Buchstäb­lich, unter den Text gesetzt, da oft in dem buchstäblichen Aus­