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Kleine Sammlung geistlicher Lieder
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annimmt, die sogenannte Alexandrinische und die Konstantinopolita­nische. Zu der ersten Klasse gehören fast alle älteren Handschriften, zu der zweiten die bei weitem größte Zahl, welche aber, mit nur einigen Ausnahmen, später geschrieben sind.

Nach Bengel ließ Mill, ein gelehrter Engländer, viele Manuskripte an verschiedenen Orten untersuchen, und setzte, ohne den Textus receptus zu verändern, die nach seiner Meinung ge­naueste Lesart unter den Text.¹ Ihm folgte Wetstein in Holland, der gleichfalls den Textus receptus unverändert ließ und die von ihm vorgezogenen Lesarten unter den Text setzte, dabei aber viele andere Manuſkripte nachschlug und Anmerkungen hinzufügte, die, wenn auch einerseits oft unglaublich, andrerseits doch wieder sehr nützlich sind, weil sie angeführte Stellen aus griechischen, lateinischen und jüdischen Schriftstellern enthalten, um die Anwendung besondrer Wörter und Ausdrücke in dem Text zu erläutern. Wir können hier jedoch einige mehr oder weniger wichtige und unserm Zweck fern­liegende Ausgaben unberührt lassen, und gedenken nur noch der Bemühungen Griesbachs, der die durch Mill und Wetstein be­gonnene Untersuchung vieler wertvoller Manuskripte mit großem Fleiße fortsetzte und noch andere hinzunahm, indem er dieſelben, um den Text so genau wie möglich herzustellen, mit Sorgfalt und Gründlichkeit verglich. Ohne weiter von Birsch, einem dänischen Gelehrten, der reiche Sammlungen² ähnlicher Art veranstaltete und besonders das Vatikanische Manuskript in Rom verglich, von wel­chem auch Bentley, ein englischer Kritiker, die Lesarten erhielt, und von Matthiä, der die russischen Manuskripte verglich und eine auf dieselben gegründete Ausgabe veröffentlichte, sowie endlich von vielen andern weniger bekannten Ausgaben in Deutschland und England zu reden, nennen wir noch die Arbeit von Scholz in Bonn, der den Vorrat der verglichenen Manuskripte um vieles vermehrte, ferner diejenigen von Tischendorf und Lachmann, welche diese Untersuchungen fortsetzten, und zum Schluß die von Alter, der die vortrefflichsten Manuskripte der Kaiserlichen Bibliothek in Wien verglich und veröffentlichte.

Diesen Untersuchungen nun verdanken wir es, daß wir, anstatt

¹Er nahm die Stephanische dritte Ausgabe( Paris 1550, Folio) als ſeinen Text an. 2 2 Zufolge eines Brandes in Kopenhagen hat Birsch nur die Evan­gelien, sowie seine Sammlungen der verschiedenen Lesarten des übrigen Teiles des N. Testaments herausgeben können.- 3 Diese gehören jener zahlreichen und spätern Klasse von Manuskripten an, welche die Konstantinopolitanische genannt wird.

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