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Geraer Gesangbuch : zum Gedenktage der feierlichen Einweihung der neuerbauten St. Johanniskirche am 18. Sept. 1885
Entstehung
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Gott, dessen Wesen.

7. Anbetung, Dank dir für dies gleichen. Anbetung, Dank dir, daß Licht, dem alle Schatten weichen! du kamst, die Bind' uns von den Nein, was nur Menschenweisheit Augen nahmst, dich, Vater, zu er­spricht, kann deinem Wort nicht kennen!

Mel. Nun danket alle Gott 2c.

9. Anbetungswürd'ger Gott, mit du bist.

Ehrfurcht stets zu nennen, du bist unendlich mehr, als wir begreifen tönnen. O, flöße meinem Geist die tiefste Demut ein, und laß mich stets por dir voll Ehrerbietung sein.

2. Du riefft dem, das nicht war, um Lust und Seligkeiten aufs mans nigfaltigste um dich her auszubrei­ten. Du bist die Liebe selbst; Ver­stand und Rat sind dein, und du

gebrauchst sie gern, zu fegnen, zu

erfreun.

3. Du sprichst; und es geschieht. Auf dein allmächtig: Werde! ent­stand dein großes Werk, der Himmel und die Erde. Mit deiner Allmacht Hand regierest du die Welt, und deine Kraft vollführt, was uns un­möglich fällt.

4. Du bist der Herren Herr; der Erde Majestäten sind, Höchster, Staub vor dir; wie bald kannst du fie töten! Wen du erniedrigest, Gott, wer kann den erhöhn? Wen du erhöhen willst, des Hoheit muß bestehn.

5. Wer hat dich je gesehn? Wer kann im Fleisch dich sehen? Kein sterblich Auge reicht bis zu des Lichtes Höhen, von welchen du mit Huld auf deine Schöpfung blickst, und alles, was da lebt, erfreuest und beglückst.

6. Ja, hier erkennen wir dich nur sehr unvollkommen. Wird aber der maleinst der Vorhang weggenom­men, der dich, Unendlicher, noch

unserm Blick verschließt, dann sehn wir heller ein, wie herrlich, Gott,

Ruhm von uns besungen. Ver­7. Indes sei auch schon jetzt dein schmähe nicht ein Lob von unsern schwachen Zungen! Dort soll, wenn wir dereinst im hellern Licht dich sehn, vollkommner unser Lied dich, großer Gott, erhöhn,

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Mel. Aus meines Herzens ze..

11. Schwingt, heilige Gedanken, euch von der Erde los! Gott, frei von allen Schranken, ist unaus­sprechlich groß. Er ist der höchste Geist. Er will auch schon auf Erden von mir verherrlicht werden, wie ihn der Engel preist.

2. Kein Sinn kann ihn erreichen; kein Mensch, kein Engel ist dem Höchsten zu vergleichen, den kein Gedank' ermißt. Macht euch von ihm kein Bild, der aller Welten Kreise, zu seinem ew'gen Preise mit Herrlichkeit erfüllt!

3. Laß, Sonn', in hoher Ferne dein Antlig schöner glühn; glänzt heller noch, ihr Sterne! Was seid ihr gegen ihn? Ihr seid mit aller Pracht, womit der Herr euch schmücket, womit ihr uns entzücket, bloß Schimmer seiner Macht.

4. Der Gott, an den ich glaube, hat keinen Leib, wie ich. Er, der mich Staub vom Staube belebt hat, lebt durch sich; braucht keines Sinns, und schafft und wirkt uneinge­schränket