V. Gebete.
mich vor dem Vater. Deine Auf erstehung verkläre meinen nichtigen Leib, daß er ähnlich werde deinem verklärten Leibe. Deine Himmelfahrt versehe mich in das himmlische Wesen und eröffne mir das Allerheiligste. Dein ewig gültiges Hohepriestertum verleihe mir alle deine himmlischen Gnadengüter. Dein herrliches Königreich rette mich von allen meinen Feinden und erhöhe mich in deine Herrlichkeit. In dieser seligen Hoff nung will ich fröhlich meine Augen schließen, einst im Tod, jetzt im Schlaf. Du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Dein Name ist ein festes Schloß, der Gerechte läuft dahin und wird beschirmet. In dieser Burg laß mich und all die Meinen ruhen in dieser Nacht und allezeit. Du bist das Licht, das alle Finsternis erleuchtet, in deine Hände befehle ich meinen Leib und meine Seele, du wollest über mich machen und treulich für mich sorgen nach allen meinen
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Bedürfnissen. Ich werfe alle meine Sorgen auf dich. Bei dir ist Freude die Fülle und liebliches Wesen zu deiner Rechten ewiglich. Laß auch die Sabbathfreude, die du mir heute geschenkt hast, alle Zeit in meinem Herzen forttönen und entzünde mich mit deiner Liebe, daß ich täglich deines Preises voll sei und ewig rühmen So könne, wie freundlich du bist. bereite mich auf den großen Tag deiner Zukunft, da du herrlich erscheinen wirst mit deinen Heiligen. Da laß mich freudig stehen in deiner Gegenwart unter den klugen Jungfrauen, deren Öl in den Lampen helle brennet und die du aufnimmst in deinen herrlichen Hochzeitsaal. O komme bald, Herr Jesu! Wir sehnen uns nach deiner Erscheinung in dieser legten betrübten Zeit. Der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es höret, der spreche: Komm, ja komm, Herr Jesu. Amen.
6. Um Glück und Segen im Berufe.
1.
Lieber Gott, in meinem Berufe ist dein Wort und Befehl. Darauf gehe ich hin und werfe heute mein Netz aus und lasse dich sorgen, wie es geraten werde. Ich bitte allein daneben, gieb deinen Segen und das Gedeihen dazu. Amen.
2.
Mein Herr und mein Gott, ich weiß ja, daß des Menschen Thun nicht steht in seiner Gewalt, und steht in niemandes Macht, wie er wandle und feinen Gang richte. Regiere mich alle zeit durch deinen heiligen Geist, daß ich in meinem Berufe stracks vor mich
hinsehe und des Meinen treulich warte. Leite mich allezeit auf rechtem Wege, daß ich nicht wante weder zur Rechten, noch zur Linken. Mache meinen Gang gewiß nach deinem Wort und laß kein Unrecht über mich herrschen. Regiere mich allezeit nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott, dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn. Ich weiß ja, mein Gott, daß ich auch berufen bin in deinen Weinberg und dir Arbeit zugesagt habe. Jch bitte dich, verleihe mir gesunden Leib bis an mein Ende und stärke mich, daß ich die Last und Hike meines Berufs willig trage und dir, meinem Herrn, allezeit treu und gewärtig sei.


