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Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Landeskirche des Königreichs Sachsen / hrsg. von dem ev.-luth. Landeskonsistorium im Jahre 1883
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V. Gebete.

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nes Erlösers, Leib und Blut gespeiset und getränket. Nun ist mein Herz genesen, meine arme Seele ist ge­tröstet, und alles, was an mir ist, das ist durch diese heilsame Gabe erquicket und aufgerichtet worden. Ich war müde und schwach, aber nun bin ich gestärkt; ich war ver­wundet, aber nun bin ich geheilt; ich war voller Schmerzen und Krank­heit, aber nun bin ich getröstet. Alle meine Sünden sind zurückgeworfen in die Tiefe des Meeres, und ich bin gewiß, daß mich nunmehr nichts wird scheiden von der Liebe Gottes, die da ist in Christo Jesu, unserm

Speise und Trank ist Christus mein eigen worden mit allen seinen Wohl­thaten, die er mir durch sein Blut und Tod erworben hat: so bin ich ihm auch einverleibet und durch den Glauben mit ihm fest und stark ver­bunden, daß uns nichts von einander scheiden soll. Gieb Gnade, o lieber Vater, daß ich nimmermehr von dir weiche, sondern mein Gelübde treu­lich das gute

Werk, das du in mir angefangen hast, bis auf den Tag Jesu Christi und laß mich endlich siken an deinem Tisch in dem Reich deiner Ehre und Herr­lichkeit, daß ich dich mit allen Aus­erwählten ewiglich mag rühmen und preisen durch Jesum Christum unsern Herrn. Amen.

3.

Barmherziger Gott und Vater, der du überschwenglich thuft über unser Bitten und Verstehen, dich preist meine Seele am Schluß des Gnaden­tages, ben deine grundlose Liebe mir heute geschenket hat. So ist es denn wahr und gewiß, daß du mich nicht lassen willst im Tode, sondern haft

dich meiner Seele herzlich angenom­men, daß sie nicht verdürbe. O mein Jesu, was hast du mir erworben! So gewiß ich deinen Leib gegessen und dein Blut getrunken habe, so gewiß ist es, daß du mich liebst und mir alle meine Sünden vergeben haft und willst, ich soll ein Kind deines und meines Vaters, ja ein Miterbe deiner Herrlichkeit sein. O mein Jesu, du in mir, ich in dir! Die­ses unaussprechliche Gnadenwort ver­stehe ich noch lange nicht, wie ich auch den Segen deines Abendmahls erst in der Ewigkeit recht einsehen werde. Aber des bin ich gewiß, daß diese

als aller Welt Weisheit, Hoheit, Luft, Ehre, Freude und Herrlichkeit. D Herr, mein Gott, du in mir, ich in dir! Laß es ewig so bleiben. Be­halte mich in dir, sonst bin ich bald wieder außer dir. So leicht nehmen die irdischen Dinge und Kreaturen mich wieder gefangen, obgleich ich weiß, daß sie mich niemals sättigen und befriedigen können. Nur du giebst Leben und volle Genlige. Darum lasse mir allenthalben bange werden, wo ich dich nicht finde, und bewahre mich, daß ich das hochzeitliche Kleid deiner Gerechtigkeit nicht mit neuen Sünden beflecke. Deine Liebe werde mir täglich süßer, als alle Süßigkeit der Welt. Ach mache mich los auch von ihren feinsten Banden; hilf mir auch von dem flatterhaften und zer­streuten Sinn und führe mich so in dich ein, daß mein ganzes Wesen in dir ruhe und in dir lebe. O Jesu, dein Geist besike mich nun ewiglich! Deine Gnadensonne durchleuchte mich ohne Unterlaß, dein heiliger Leib er­halte mich, dein teures Blut durch­bringe mich. Dein Leiden heilige mich, dein Tod erwecke mich zum ewigen Leben, deine Gerechtigkeit zeuge für