Die 21 Artikel des Glaubens c.
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Sünden vergeben werden, Denn etliche hat das Gewissen in welcher allein der Mittler ist, die Klöster gejagt, der Hoffnung, den Vater zu versöhnen. Wer daselbst Gnade zu erwerben durch nun vermeinet, solches durch Werke Klosterleben; etliche haben andere auszurichten und Gnade zu verdie- Werke erdacht, damit Gnade zu ver
nen, der verachtet Christum und dienen und für Sünde genug zu suchet einen eignen Weg zu Gott wider das Evangelium.
thun. Derselbigen viel haben erfahren, daß man dadurch nicht ist zu Frieden kommen. Darum ist not gewesen, diese Lehre vom Glauben an Christum zu predigen und fleißig zu treiben, daß man wisse, daß man allein durch den Glauben ohne Verdienst Gottes Gnade ergreift.
Es geschieht auch Unterricht, daß man hie nicht von solchem Glauben redet, den auch die Teufel und Gottlosen haben, die auch die Historien glauben, daß Christus ge litten habe und auferstanden sei von den Toten, sondern man redet vom wahren Glauben, der da glaubt, daß wir durch Christum Gnade und Vergebung der Sünde erlangen. Und wer nun weiß, daß er einen gnädigen Gott durch Christum hat, kennt also Gott, ruft ihn an und ist nicht ohne Gott, wie die Heiden. Denn der Teufel und Gottloſe glauben diesen Artikel ,, Vergebung der Sünde" nicht; darum sind sie Gott feind, können ihn nicht anrufen, nichts Gutes von ihm hoffen. Und also, wie jetzt angezeigt ist, redet die Schrift vom Glauben und heißet nicht Glauben ein solches Wissen, das Teufel und gottlose Menschen haben. Denn also wird vom Glauben gelehrt zu den He bräern am 11., daß Glauben sei nicht allein die Historien wissen, sonDiesen Trost hat man vor Zei- dern Zuversicht haben zu Gott, ten nicht getrieben in Predigten, seine Zusage zu empfahen. Und sondern die armen Gewissen auf Augustinus erinnert uns auch, daß eigne Werke getrieben und sind wir das Wort Glauben in der mancherlei Werke vorgenommen. Schrift verstehen sollen, daß es
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Diese Lehre vom Glauben ist öffentlich und klar im Paulo an vielen Orten gehandelt, sonderlich zu den Ephesern am 2.: Aus Gnaden seid ihr selig worden, durch den Glauben, und das felbige nicht aus euch, sondern es ist Gottes Gabe, nicht aus Werken, damit sich niemand rühme 2c. Und daß hierin kein neuer Verstand eingeführt sei, kann man aus Augustino beweisen, der diese Sache fleißig handelt und auch also lehrt, daß wir durch den Glauben an Christum Gnade erlangen und vor Gott gerecht werden, und nicht durch Werke, wie sein ganzes Buch de Spiritu et Litera ausweist.
Wiewohl nun diese Lehre bei unversuchten Leuten sehr verachtet wird, so befindet sich doch, daß sie den blöden und erschrockenen Gewissen sehr tröstlich und heilsam ist. Denn das Gewissen kann nicht zu Ruhe und Frieden kommen durch Werke, sondern allein durch Glauben, so es bei sich gewißlich schließt, daß es um Christus willen einen gnädigen Gott habe, wie auch Paulus spricht Röm. 5: So wir durch den Glauben sind gerecht worden, haben wir Ruhe und Friede mit Gott.


