Die 21 Artikel des Glaubens 2c.
Der VI. Artikel. Dom neuen Gehorsam. Auch wird gelehrt, daß solcher Glaube gute Früchte und gute Werke bringen soll, und daß man müsse gute Werke thun, allerlei, so Gott geboten hat, um Gottes willen, doch nicht auf solche Werke zu vertrauen, dadurch Gnade vor Gott zu verdienen. Denn wir em pfahen Vergebung der Sünde und Gerechtigkeit durch den Glauben an Christum, wie Christus selbst spricht: So ihr dies alles gethan habt, sollt ihr sprechen: Wir sind un tüchtige Knechte. Also lehren auch die Väter. Denn Ambrosius spricht: ,, Also ist's beschlossen bei Gott, daß wer an Christum glaubt, selig sei, und nicht durch Werke, sondern allein durch den Glauben, ohne Verdienst, Vergebung der Sünden habe."
Der VII. Artikel.
Von der Kirche.
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wie ihr berufen seid zu einerlei Hoffnung eures Berufs, Ein Herr, Ein Glaube, Eine Taufe.
Der VIII. Artikel.
Was die Kirche sei?
Item, wiewohl die christliche Kirche eigentlich nichts anders ist, denn die Versammlung aller Gläubigen und Heiligen, jedoch dieweil in diesem Leben viel falscher Chriſten und Heuchler sind, auch öffentliche Sünder unter den Frommen bleiben, so sind die Sakramente gleichwohl kräftig, obschon die Priester, dadurch sie gereicht werden, nicht fromm sind, wie denn Christus selbst anzeigt: Auf dem Stuhl Mosis sitzen die Pharisäer zc. Derhalben werden die Donatiſten und alle anderen verdammt, so anders halten.
Der IX. Artikel. Von der Taufe.
Von
der Taufe wird gelehrt, daß sie nötig sei und daß dadurch Gnade angeboten werde; daß man auch die Kinder taufen soll, welche durch solche Taufe Gott überantwortet und gefällig werden. Derhalben werden die Wieders täufer verworfen, welche lehren, daß die Kindertaufe nicht recht sei.
Es wird auch gelehrt, daß alle Zeit müsse Eine heilige christliche Kirche sein und bleiben, welche ist die Versammlung aller Gläubigen, bei welchen das Evangelium rein gepredigt und die heiligen Sakramente laut des Evangelii gereicht
werden.
Denn dieses ist genug zu wahrer Der X. Artifel. Einigkeit der christlichen Kirche, daß Vom heiligen Abendmahl. da einträchtiglich nach reinem Verstand das Evangelium gepredigt Vom Abendmahl des Herrn und die Sakramente dem göttlichen wird also gelehrt, daß wahrer Worte gemäß gereicht werden. Und Leib und Blut Christi wahrist nicht not zu wahrer Einigkeit haftiglich unter der Gestalt der christlichen Kirche, daß allent des Brots und Weins im halben gleichförmige Ceremonien, Abendmahl gegenwärtig sei von den Menschen eingesett, gehal- und da ausgeteilt und genomten werden, wie Paulus spricht men wird. Derhalben wird auch Ephef. 4.: Ein Leib, Ein Geist, die Gegenlehre verworfen.


