Druckschrift 
Christliches Gesangbuch für die evangelischen Gemeinden des Fürstenthums Minden und der Grafschaft Ravensberg : [nebst] Zur Liturgie [und] Gebete für evangelische Christen auf alle Wochen-, Sonn- und Festtage, so wie bei besondern Feiern und Anlässen [und] Episteln und Evangelien [...]
Entstehung
Einzelbild herunterladen

34

Episteln und

Evangelium. Luc. 16, 1-9.

Er sprach aber auch zu seinen Jüngern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter, der ward vor ihm berüchtigt, als hätte er ihm feine Güter umgebracht. Und er for­derte ihn, und sprach zu ihm: Wie höre ich das von dir? Thue Rech­nung von deinem Haushalten; denn du kannst hinfort nicht mehr Haus­halter sein. Der Haushalter sprach bei sich selbst: Was soll ich thun? Mein Herr nimmt das Amt von mir; graben mag ich nicht, so schäme ich mich zu betteln. Sch weiß wohl, was ich thun will, wenn ich nun von dem Amt gesetzt werde, daß sie mich in ihre Häuser nehmen. Und er rief zu sich alle Schuldner seines Herrn und sprach zu dem ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? Er sprach: Hundert Tonnen Dels. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief, setze dich, und schreibe flugs fünfzig. Darnach sprach er zu dem andern: Dnt aber, wie viel bist du schuldig? E: sprach: Hundert Malter Weizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief und schreibe achtzig. Und der Herr lobte den ungerechten Haus­halter, daß er flüglich gethan hätte; denn die Kinder dieser Welt sind flüger, denn die Kinder des Lichts in ihrem Geschlechte. Und ich sage euch auch: Machet euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, auf daß, wenn ihr nun darbet, fie euch auf­nehmen in die ewigen Hütten.

Evangelien.

durch den Geist Gottes redet. Und niemand kann Sesum einen Herrn heißen, ohne durch den heiligen Geist. Es sind mancherlei Gaben, aber es ist Ein Geist. Und es sind mancher­lei Aemter, aber es ist Ein Herr. Und es sind mancherlei Kräfte, aber es ist Ein Gott, der da wirket alles in allen. In einem jeglichen erzei­gen sich die Gaben des Geistes zum gemeinen Nutzen. Einem wird gege­ben durch den Geist zu reden von der Weisheit; dem andern wird gegeben zu reden von der Erkenntniß, nach demselbigen Geist; einem andern der Glaube in demselbigen Geist; ei­nem andern die Gabe gesund zu ma­chen, in demselbigen Geist; einem andern Wunder zu thun, einem an­dern Weisfagung, einem andern Gei­ster zu unterscheiden, einem andern mancherlei Sprachen, einem andern die Sprachen auszulegen. Dies aber alles wirket derselbige einige Geist und theilet einem jeglichen seines zu, nachdem er will.

Am 10. Sonntage nach Trini­tatis.

Epistel. 1 Cor. 12, 1-11.

Von den geistlichen Gaben aber will ich euch, lieben Brüder, nicht ver­halten. Ihr wisset, daß ihr Heiden seid gewesen und hingegangen zu den stummen Gößen, wie ihr geführet wurdet. Darum thue ich euch fund, daß niemand Jesum verfluchet, der

Evangelium. Luc. 19, 41-48. Und als er nahe hinzu kam, sahe er die Stadt und weinete über fie und sprach: Wenn du es wüßtest, so würdest du auch bedenken zu dieser deiner Zeit, was zu deinem Frieden dienet. Aber nun ist es vor deinen Augen verborgen, denn es wird die Zeit über dich kommen, daß deine Feinde werden um dich und deine Kin­der mit dir eine Wagenburg schlagen, dich belagern und an allen Orten ängsten. Und werden dich schleifen und keinen Stein auf dem andern lassen, darum daß du nicht erkannt hast die Zeit, darinnen du heimge­sucht bist. Und er ging in den Tem­pel und fing an auszutreiben, die darinnen verkauften und kauften, und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: Mein Haus ist ein Bethaus; ihr aber habts gemacht zur Mördergrube. Und lehrete täglich im Tempel. Aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten