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Christliches Gesangbuch für die evangelischen Gemeinden des Fürstenthums Minden und der Grafschaft Ravensberg : [nebst] Zur Liturgie [und] Gebete für evangelische Christen auf alle Wochen-, Sonn- und Festtage, so wie bei besondern Feiern und Anlässen [und] Episteln und Evangelien [...]
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Episteln und

auf daß der fündliche Leib aufhöre, daß wir hinfort der Sünde nicht die­nen. Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfertigt von der Sünde. Sind wir aber mit Christo gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden, und wissen, daß Chri­stus, von den Todten erwecket, hin­fort nicht stirbt; der Tod wird hin­fort über ihn nicht herrschen. Denn das er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben, zu einem Mal: das er aber lebet, das lebet er Gott. Also auch ihr haltet euch dafür, daß ihr der Sünde gestorben seid, und liebet Gott in Christo Jesu unserm Herrn.

Evangelium. Matth. 5, 20-26 Denn ich sage euch: Es sei denn eure Gerechtigkeit besser, denn der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht tödten; wer aber tödtet, der soll des Gerichts schuldig sein. Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnet, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder saget: Racha, der ist des Naths schuldig; wer aber sagt: Du Narr, der ist des höllischen Feuers schuldig. Darum, wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst: und wirst allda eingedent, daß dein Bruder etwas wider dich habe: so laß allda vor dem Altar deine Gabe und gehe zuvor hin und versöhne dich mit deinem Bruder, und alsdann komm und opfere deine Gabe. Sei willfertig deinem Wi­derfacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege bist, auf daß dich der Widersacher nicht dermaleins überantworte dem Richter, und der Richter überantworte dich dem Die­ner, und werdest in den Kerker ge­worfen. Ich sage dir: Wahrlich, du wirst nicht von dannen heraus kom­men, bis du auch den letzten Heller bezahlest.

Evangelien.

Am 7. Sonntage nach Trini­tatis.

Epistel. Röm. 6, 19-23.

Ich muß menschlich davon reden, um der Schwachheit willen eures Fleisches. Gleichwie ihr eure Glieder begeben habt zum Dienste der Unrei­nigkeit, und von einer Ungerechtig­feit zu der andern, also begebet mun auch eure Glieder zum Dienste der Gerechtigkeit, daß sie heilig werden. Denn da ihr der Sünde Knechte waret, da waret ihr frei von der Ge­rechtigkeit. Was hattet ihr nun zu der Zeit für Frucht? Welcher ihr euch jetzt schämet; denn das Ende derselben ist der Tod. Nun ihr aber seid von der Sünde frei und Gottes Knechte geworden, habt ihr eure Frucht, daß ihr heilig werdet, das Ende aber das ewige Leben. Denn der Tod ist der Sünde Sold; aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christo Jesu unserm Herrn.

Evangelium. Marc. 8, 1-9.

Zu der Zeit, da viel Volks da war und hatten nicht zu essen, rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Mich jammert des Volks; denn sie haben nun drei Tage bei mir verharret und haben nichts zu essen, und wenn ich sie ungegessen von mir heim ließe gehen, würden sie auf dem Wege verschmachten. Denn etliche waren von ferne gekom­men. Seine Jünger antworteten ihm. Woher nehmen wir Brod hier in der Wüste, daß wir sie sättigen? Und er fragte sie: Wie viel habt ihr Brod? Sie sprachen: Sieben. Und er gebot dem Volk, daß sie sich auf die Erde lagerten. Und er nahm die sieben Brode und dankete und brach sie und gab sie seinen Jüngern, daß sie dieselbigen vorlegten; und sie legten dem Volke vor. Und hatten ein wenig Fischlein, und er dankete und hieß dieselbigen auch vortragen.