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Christliches Gesangbuch für die evangelischen Gemeinden des Fürstenthums Minden und der Grafschaft Ravensberg : [nebst] Zur Liturgie [und] Gebete für evangelische Christen auf alle Wochen-, Sonn- und Festtage, so wie bei besondern Feiern und Anlässen [und] Episteln und Evangelien [...]
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Gvisteln und Evangelien.

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er hatte aufgehöret zu reden, sprach er zu Simon: Fahre auf die Höhe und werfet eure Netze aus, daß ihr einen Zug thut. Und Simon ant­wortete und sprach zu ihm: Mei­ster, wir haben die ganze Nacht ge­arbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich das Netz aus­werfen. Und da sie das thaten, be­

Am 5. Sonntage nach Trini- schlossen sie eine große Menge Fische,

tatis.

und ihr Netz zerriß. Und sie wink­ten ihren Gesellen, die im andern Schiffe waren, daß sie kämen und hülfen ihnen ziehen; und sie kamen und fülleten beide Schiffe voll, also. daß sie sanken. Da das Simon Pe­trus sahe, fiel er Jesu vor den Knieen und sprach: Herr, gehe von mir hinaus, ich bin ein sündiger Mensch. Denn es war ihn ein Schrecken an­gekommen und alle, die mit ihm wa­ren, über diesen Fischzug, den sie mit einander gethan hatten; dessel­bigen gleichen auch Jakobus und Johannes, die Söhne Zebedät, Si­monis Gesellen. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht; denn von nun an wirst du Menschen fahen. Und sie führeten die Schiffe zu Lande und verließen alles und folgeten ihm nach.

Splitter aus deinem Auge ziehen, und du stehest selbst nicht den Bal­ten in deinem Auge? Du Heuchler, zeuch zuvor den Balken aus deinem Auge und bestehe dann, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest.

Epistel. 1 Petri 3, 8-15.

Endlich aber seid allesammt gleich gesinnet, mitleidig, brüderlich, barm­herzig, freundlich. Bergeltet nicht Böses mit Bösem, oder Scheltwort mit Scheltwort; sondern dagegen fegnet, und wisset, daß ihr dazit be­rufen seid, daß ihr den Segen beer­bet. Denn wer leben will und gute Tage sehen, der schweige seine Zunge, daß sie nichts Böses rede, und seine Lippen, daß sie nicht trügen. Er wende sich vom Bösen und thue Gutes, er suche Frieden und jage ihm nach. Denn die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten, und seine Ohren auf ihr Gebet; das Angesicht aber des Herrn siehet auf die, so BB­ses thun. Und wer ist, der euch scha­den könnte, so ihr dem Guten nach­kommet? Und ob ihr auch leidet unt der Gerechtigkeit willen, so seid ihr doch selig. Fürchtet euch aber vor ihrem Trotzen nicht, und erschrecket nicht. Heiliget aber Gott dem Herrn in eurem Herzen.

Evangelium. Luc. 5, 1-11. Es begab sich aber, da sich das Volk zu ihm drang, zu hören das Wort Gottes, und er stand am See Genezareth und sahe zwei Schiffe am See stehen,( die Fischer aber varen ausgetreten und wuschen ihre Netze:) trat er in der Schiffe eines, welches Simonis war, und bat ihn, daß er es ein wenig vom Lande füh­rete. Und er setzte sich und lehrete das Volk aus dem Schiffe. Und als

Am 6. Sonntage nach Trini­tatis.

Epistel. Röm. 6, 3-11.

Wisset ihr nicht, daß alle, die wir in Jesum Christ getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wir je mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist auferwecket von den Todten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln. So wir aber sammt ihm gepflanzet werden zu gleichem Tode, so werden wir auch der Auferstehung gleich sein, dieweil wir wissen, daß unser alter Mensch sammt ihm gekreuziget iſt.