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Christliches Gesangbuch für die evangelischen Gemeinden des Fürstenthums Minden und der Grafschaft Ravensberg : [nebst] Zur Liturgie [und] Gebete für evangelische Christen auf alle Wochen-, Sonn- und Festtage, so wie bei besondern Feiern und Anlässen [und] Episteln und Evangelien [...]
Entstehung
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Evangelien.

Am 4. Sonntage nach Trini­

tatis.

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Episteln und

gehet umher wie ein brüllender Löwe, und suchet, welchen er verschlinge. Dem widerstehet fest im Glaubens und wisset, daß eben dieselbigend dur Leiden über eure Brüder in der Welt gehen. Der Gott aber aller Gnade, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christo Jesu, dersel­bige wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, vollbereiten, stärken, träftigen, gründen. Demselbigen sei Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Epistel. Rom. 8, 18-23.

Denn ich halte es dafür, daß die­ser Zeit Leiden der Herrlichkeit nicht werth sei, die an uns soll geoffen­bart werden. Denn das ängstliche Harren der Creatur wartet auf die Offenbarung der Kinder Gottes. Sintemal die Creatur unterworfen ist der Eitelkeit, ohne ihren Willen, sondern um deßwillen, der sie unter­worfen hat auf Hoffnung. Denn auch die Creatur frei werden wird von dem Dienst des vergänglichen Wesens, zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, daß alle Creatur sehnet sich mit uns und ängstet sich noch immerdar. Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst. die wir haben des Geistes Erstlinge, sehnen uns auch bei uns selbst nach der Kindschaft und warten auf unseres Leibes Erlösung.

Evangelium. Luc. 15, 1-10.

Es naheten aber zu ihm allerlei Zöllner und Sünder, daß sie ihn Höreten. Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murreten und spra­chen: Dieser nimmt die Sünder an und isset mit ihnen. Er aber sagte zu ihnen dies Gleichniß und sprach: Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat, und so er deren eins verlieret, der nicht lasse die neun und neunzig in der Wüste und hingehe nach dem verlornen, bis daß er es finde? Und wenn er es ge­Evangelium. Luc. 6, 36-42. funden hat, so leget ers auf seine Darum seid barmherzig, wie euer Achseln mit Frenden. Und wenn er Vater barmherzig ist. Richtet nicht, heim kommt, rust er seinen Freun- so werdet ihr auch nicht gerichtet; den und Nachbarn und spricht zu ih- verdammet nicht, so werdet ihr nicht nen: Frenet euch mit mir; denn ich verdammet; vergebet, so wird euch habe mein Schaf gefunden, das ver- vergeben. Gebet, so wird euch ge­loren war. Ich sage euch: Also wird geben. Ein voll, gedrückt, gerüttelt auch Freude im Himmel sein über und überflüssig Maß wird man in einen Sünder, der Buße thut, vor euern Schoß geben; denn eben mit neun und neunzig Gerechten, die der dem Maß, da ihr mit messet, wird Buße nicht bedürfen. Oder welch man euch wieder messen. Und er Weib ist, die zehn Groschen hat, so sagte ihnen ein Gleichniß: Mag auch sie deren einen verlieret, die nicht ein ein Blinder einem Blinden den Weg Licht anzünde und kehre das Haus weisen? Werden sie nicht alle beide und suche mit Fleiß, bis daß sie ihn in die Grube fallen? Der Jünger finde? Und wenn sie ihn gefunden ist nicht über seinen Meister; wenn hat, rufet sie ihren Freundinnen und der Jünger ist wie sein Meister, so Nachbarinnen und spricht: Freuet ist er vollkommen. Was siehest du euch mit mir; denn ich habe meinen aber einen Splitter in deines Bru­Groschen gefunden, den ich verloren ders Auge und des Balken in deinem hatte. Also auch, sage ich euch, wird Auge wirst du nicht gewahr? Oder Freude sein vor den Engeln Gottes wie kannst du sagen zu deinem Bru­über einen Sünder, der Buße thut. der: Halt still, Bruder, ich will den