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Christliches Gesangbuch für die evangelischen Gemeinden des Fürstenthums Minden und der Grafschaft Ravensberg : [nebst] Zur Liturgie [und] Gebete für evangelische Christen auf alle Wochen-, Sonn- und Festtage, so wie bei besondern Feiern und Anlässen [und] Episteln und Evangelien [...]
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Spisteln und Evangelien.

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Sohn, daß du dein Gutes empfan-| noch mit der Zunge, sondern mit der gen haft in deinem Leben, und La- That und mit der Wahrheit.

zarus dagegen hat Böses empfangen; nun aber wird er getröstet, und di wirst gepeiniget. Und über das al­les ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestiget, daß die da wollten von hinnen hinabfahren zu euch, können nicht, und auch nicht von dannen zu uns herüber fahren. Da sprach er: So bitte ich dich, Va­ter, daß du ihn sendest in meines Baters Haus; denn ich habe noch fünf Brüder, daß er ihnen bezeuge, auf daß sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual. Abraham sprach zu ihm: Sie haben Mosen und die Propheten, laß sie dieselbigen hören. Er aber sprach: Nein, Vater Abra­ham; sondern wenn einer von den Todten zu ihnen ginge, so würden sie Buße thun. Er sprach zu ihm: Hören sie Mosen und die Prophe ten nicht, so werden sie auch nicht glauben, ob jemand von den Todten auferstände.

Evangelium. Quc. 14, 16-24.

Er aber sprach zu ihm: Es war ein Mensch, der machte ein groß Abendmahl und lud viele dazu. Und sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, zu sagen den Geladenen: Kommt, denn es ist al­les bereit. Und sie fingen an alle nach einander sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muß hinaus­gehen und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der andere sprach: Ich habe fünf Soch Ochsen gekauft, und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der dritte sprach: Ich habe ein Weib genommen, darum kann ich nicht kommen. Und der Knecht kam und sagte das seinem Herrn wieder. Da ward der Hausherr zor­nig und sprach zu seinem Knechte: Gehe aus bald auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Ar­men und Krüppel und Lahmen und Am 2. Sonntage nach Trini- Blinden herein. Und der Knecht

tatis.

sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast, es ist aber noch Raum da. Und der Herr sprach zu dem Knechte: Gehe aus auf die Land­straßen und an die Zäune und nöthi­ge sie herein zu kommen, auf daß mein Haus voll werde. Ich sage euch aber, daß der Männer feiner, die geladen sind, mein Abendmahl schmecken wird.

Epistel. 1 Joh. 3, 13-18.

Verwundert euch nicht, meine Bri­der, ob euch die Welt Hasset. Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben gekommen sind, denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebet, der bleibet im Tode. Wer seinen Bruder hasset, der ist ein Todtschläger, und ihr wisset, daß ein Todtschläger nicht hat das ewige Le­

tatis.­

Epistel. 1 Petri 5, 6-11.

ben bei ihm bleibend. Daran haben Am 3. Sonntage nach Trini­wir erkannt die Liebe, daß er fein Leben für uns gelassen hat; und wir sollen auch das Leben für die Brit­der lassen. Wenn aber jemand die- So demüthiget euch nun unter die fer Welt Güter hat und siehet seinen gewaltige Hand Gottes, daß er euch Bruder darben und schließt sein Herz erhöhe zu seiner Zeit. Alle eure vor ihm zu, wie bleibet die Liebe Sorge werfet auf ihn, denn er forget Gottes bei ihm? Meine Kindlein, für euch. Seid nüchtern und wachet; lasset uns nicht lieben mit Worten, denn eier Widersacher, der Teufel.