Sünde und Erlösung.
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8. Vergießen wird er mir war je Noth, Daß uns auch mein Blut, Dazu mein Leben Gott sollt geben Sein lieben rauben: Das leid ich alles dir Sohn, den Gnadenthron, In zu gut, Das halt mit festem dem wir möchten leben. Glauben. Den Tod verschlingt das Leben mein, Mein Unschuld trägt die Sünde dein; Da bist du selig worden.
9. Gen Himmel zu dem Vater mein Fahr ich aus diesem Leben. Da will ich sein der Meister dein; Den Geist will ich dir geben, Der dich in Trübniß trösten soll und lehren mich erkennen wohl Und in der Wahrheit leiten.
3. Wie uns nun hat ein fremde Schuld In Adam all verhöhnet: Also hat uns ein fremde Huld In Christo all versöhnet. Und wie wir all durch Adams Fall Sind ewigs Tods gestorben: Also hat Gott durch Christi Tod Verneut, das war verdorben.
4. So er uns denn sein Sohn hat gschenkt, Da wir sein Feind noch waren, Der für uns ist ans Kreuz gehenkt, Getödt, gen Himmel gfahren, Dadurch wir sein von Tod und Bein Erlöst, so wir vertrauen In diesen Hort, des Vaters Wort: Wem wolli vorm Sterben grauen!
5. Er ist der Weg, das Licht, die Pfort, Die Wahrheit und das Leben, Des Vaters Rath und ewig Wort, Den er uns
20. Durch Adams Fall hat gegeben zu einem Schuß,
ist ganz verderbt daß wir mit Truß An ihn fest Menschlich Natur und Wesen. sollen glauben; Darum uns Dasselb Gift ist auf uns geerbt, bald kein Macht noch Gwalt Daß wir nicht mochtn genesen Aus seiner Hand wird rauben. Ohn Gottes Trost, der uns er-= löst hat von dem großen Schaden, Darein die Schlang Eva bezwang, Gotts Zorn auf sich zu laden.
6. Der Mensch ist gottlos und verrucht, Sein Heil ist auch noch ferren, Der Troft bei einen Menschen sucht Und nicht bei Gott dem Herren. Denn wer ihm will ein ander Ziel Ohn diesen Tröster stecken, Den mag gar bald des Teufels Gwalt Mit seiner List er
10. Was ich gethan hab und gelehrt, Das sollst du thun und lehren, Damit das Reich Gotts werd gemehrt Zu Lob und seinen Ehren. Und hüte dich vor Menschen Say, Davon verdirbt der edle Schaß! Das laß ich dir zur Leße*).*) Labsal.
Martin Luther, g. 1483, ft. 1546.
2. Weil denn die Schlang Eva hat bracht, Daß sie ist abgefallen Von Gottes Wort, das sie veracht, Dadurch sie in uns allen Bracht hat den Tod, so schrecken.


