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Christliches Gesangbuch für die evangelischen Gemeinden des Fürstenthums Minden und der Grafschaft Ravensberg : [nebst] Zur Liturgie [und] Gebete für evangelische Christen auf alle Wochen-, Sonn- und Festtage, so wie bei besondern Feiern und Anlässen [und] Episteln und Evangelien [...]
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Sünde und Erlösung.

5. Laß sie halten uns in Hut amt, Dazu schufst du uns ge­Vor der Abgefallnen Wuth, Bor sammt; Daran mach uns hier dem Fürsten dieser Welt, Wenn schon reich, Hier schon deinen sein Trug uns Schlingen stellt. Engeln gleich. 6. Gieb, daß vieler Sünder 8. Jesu, deinen Geist uns Reu Dort im Himmel sie erfreu; send, Daß bei unserm letzten Gieb, daß keiner mehr verübt, End Engelhand uns sanft und Was ihr heilig Aug betrübt. süß zu dir trag ins Paradies. 7. Lieb und Hülf ist Engel­

Victor Strauß, g. 1809.

II. Sünde und Erlösung.

19. Nun freut euch, lie- wandt zu mir ſein Vaterherz;

ben Christen gmein, Es war bei ihm fürwahr kein Scherz, Er ließ sein Bestes kosten.

Und laßt uns fröhlich springen, Daß wir getrofst und all in ein Mit Lust und Liebe singen, Was Gott an uns gewendet hat, Und seine süße Bunderthat; Gar theuer hat ers erworben.

5. Er sprach zu seinem lie­ben Sohn: Die Zeit ist hie zu ' rbarmen. Fahr hin, meins Her­zens werthe Kron, Und sei das Heil dem Armen Und hilf ihm aus der Sündennoth, Erwürg für ihn den bittern Tod Und laß ihn mit dir leben.

6. Der Sohn dem Vater ghorsam ward; Er kam zu mir auf Erden, Von einer Jungfrau rein und zart; Er sollt mein Bruder werden. Gar heimlich führt er sein Gewalt, Er ging in meiner armen Gstalt; Den Teufel wollt er fangen.

7. Er sprach zu mir: Halt dich an mich, Es soll dir jetzt gelingen. Ich geb mich selber ganz für dich, Da will ich für dich ringen; Denn ich bin dein feit Mein Elend über Maßen; und du bist mein, Und wo ich Er dacht an sein Barmherzigkeit, bleib, da sollst du sein; Uns soll Er wollt mir helfen lassen; Er der Feind nicht scheiden. s

4. Da jammert Gott in Ewig­

2. Dem Teufel ich gefangen lag, Im Tod war ich verloren; Mein Sünd mich quälte Nacht und Tag, Darin ich war gebo­ren; Ich fiel auch immer tiefer drein, Es war fein Guts am Leben mein, Die Sünd hat mich besessen.

3. Mein guten Werk die gal­ten nicht, Es war mit ihn ver­dorben; Der frei Will haßte Gotts Gericht, Er war zum Gutn erstorben; Die Angst mich zu verzweifeln trieb, Daß nichts denn Sterben bei mir blieb, Zur Höllen mußt ich sinken.