und Kraft des Gebeths zu fehlen. Insbeson dere ist auch die Art, wie man Kinder be then lehrt oft mit Zwang und Härte- die verkehrteste, die sich gedenken läßt, und era zeugt meist lebenslängliche Abneigung und Kåls te gegen eines der seligsten Geschäfte.
Sey also treuherzig und aufs freundschafts lichste gebethen, lieber Mitchrift, der du dieß Gebethbuch in die Hand bekommen hast, fol gende Anweisung zum christlichen Gebeth oft, besonders an den Sonntagen, mit allen Bes dacht zu lesen und zu überdenken.
Anweisung zum christlichen Gebeth.
Sich das Gebeth nicht bloß als eine
Schuldigkeit an, gleichsam als eine Aufwartung, die du Gott machen müßtest, als eine Huldigung, die der große Gott von feinen Unterthanen fordert: sondern als eine Woh Ithat und Gnade. Nur dir zum Besten will Gott, daß du bethest.
Daß das Gebeth meistentheils so wenig Frucht und Segen bringt, kommt wohl daher, weil es den wenigsten von Herzen geht,
weil


