II XII
Vorwort
pohem Willen verlange, auf den rechten Wegen suche, und mit anhaltendem Eifer mich darum bestrebe.
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Nur durch Tugend, Rechtschaffenheit und Bessegrung kann ich wahrhaft glückselig werden. Das ist auch dein Wille, o Gott! das soll mein eifrigstes TVerlangen, und der Hauptinhalt all' meines Gebefithes seyn. Ich wünsche es wohl auch, und bitte Dich a herzlich darum. Aber meine Wünsche und Bitten n müssen zugleich ernstliche, gute Vorsäße seyn.
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Wenn ich zu Dir rufe: Herr! erleuchte, be Fehre, regiere mich; verleihe mir Guade, gib mir Weisheit und Tugend; mache mich fromm, zufrieden und selig; laß mich nicht fündigen; laß mich geduldig, sanftmüthig, keusch seyn; bewahre mich vor Thorheit und Laster; erlöse, rette mich vom Verderben: so bekenne ich durch dieses Gebeth, daß ich ohne Dich nichts vermag; daß alles Gute und alle Kraft, Und das es zu vollbringen, von Dir herkommt. bestärket mich im Vertrauen auf Dich, und macht mir neuen Muth. Aber fern sen es von mir, mich so darauf zu verlassen, daß Du alles allein thun, ohne mein Wollen und Bestreben, durch ein Wunder deiner Gnadenkraft mich zum Heiligen umschaffen, und mich mit Gewalt in den Himmel ziehen werdest. Nein, meine Trägheit und meinen Leicht= finn unterstüßest Du nicht; ohne meine ernstliche Mitwirkung kannst und willst Du mich weder heilig noch selig machen; nur mit meinem freyen Willen, mit Anstrengung meiner eigenen Kräfte muß ich es werden. Nur unter dieser Bedingniß kann ich auf Dich vertrauen und hoffen.
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