an den frommen Bether.
nen. Aber wie gestärkt stand Er vom Gebethe auf; wie standhaft ging er seinem Leiden entgegen; und wie selig war der Ausgang desselben! Dieß sen auch mein Trost, wenn ich nicht gleich und allezeit Hülfe erlange, wie ich es wünsche.
O wie groß ist die Wohlthat und Kraft des wahren Gebethes! wie tröstend und stärkend ist es!
Es soll mich immer besser, und edler gesinnt, zufriedener und deiner Gaben würdiger machen; darum hast Du es zum Mittel und zur Bedingniß verordnet, viele deiner Gaben und Wohlthaten zu erhalten. Kann mir wohl das Bethen noch eine beschwer. liche Pflicht seyn? Muß ich es nicht für mein größtes Glück schäßen, daß ich armes Geschöpf mit Dir, meinem Schöpfer, mich so nahe bekannt machen, so vertraulich umgehen, und von meinen Angelegenheiten reden kann, wie ein Kind mit seinem Vater. O laß mich daben nur die wahre Absicht und Weife zu bethen, nie verfehlen, damit ich auch Frucht und Nußen davon habe. Jedes Gebeth bringe einen guten Vorsatz in mir hervor, oder bestärke mich darin. So werde ich erfahren, was das Gebeth vermag.
Gebeth.
zur Anweisung, um was man bethen soll.
O Gott! mein Herz liegt vor Dir offen; Du fichst meine Wünsche, ehe ich sie als Bitten Dir vortragen will. O möchten sie auch so beschaffen seyn, daß fie Dir gefallen; und erfüllet werden können!
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Herr! Du hast gesagt:» Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgethan.« Ja, alles wahre Gute, dessen ich bedürftig und fähig bin, kann ich von deiner weisen Güte erwarten, wenn ich es mit ernftli


