X
Vorwort
DO
Fönnte ich gegen meinen Nächsten Hartherzig, nei-. disch und feindselig werden, wenn ich bedenke, wie " mild Du gegen mich bist.
ce
er
Mit heiterem Muthe gehe ich vom Gebethe an meine Arbeit und Pflicht, aufgemuntert durch den Gedanken, daß Du sie mir angewiesen hast, und mich dafür belohnen willst, wenn ich sie auch nach deinem Willen thue. Will sie mir zu schwer werden, so schaue ich zu Dir hinauf, wie Du auf mich a herabsiehst; und schöpfe neue Kraft.-Du wirst n meinen wohlüberlegten und gutgemeinten Unterneh mungen einen guten Ausgang geben, und die Mittel angedeihen lassen, die ich dazu nach deiner Anordnung gebrauche. So ist auch dein zeitlicher Segen eine Frucht des Gebethes, wenn es so beschaffen ist, daß ich dadurch fleißig und rechtschaffen werde, und also meinen Mitmenschen mich schäßbar mache.
t
In Anliegen und Leiden wende ich mich zu Dir, o Gott! ben Dir suche ich Zuflucht und Trost. Du bist mein Vater, Dir vertraue ich, Dir ergebe ich mich, Dir überlasse ich, was nicht in meiner Macht steht. O gewiß! Du wirst Alles recht machen, und zu meinem Besten lenken. Ja es ist schon besser um mich, wenn ich recht gebethet habe. Ist es doch schon Erleichterung, wenn man einem Freunde seine Noth klagen kann? Welcher Trost für mich, daß Du o Gott! meine Klagen und stillen Seufzer hörest, daß ich mein Herz vor Dir ausschütten, und meines Kummers mich entladen kann! So wird es mir dann leichter um's Herz, heiterer im Gemüthe; ich werde beruhigt, gestärkt, und auf Alles gefaßt, was Du, mein Gott! mit mir machen wirst, und ich fasse neuen Muth.
Soll auch das, um was ich bitte, gleich nicht geschehen können; so weiß ich doch, daß Alles nach deinem Willen gehen muß, und der ist immer der beste.- Selbst Jesus, mein Erlöser, konnte mit fei


