an den frommen Bether.
und seine Gerechtigkeit; das Ulebrige wird euch als Zugabe zu Theil werden. Die Erfüllung der göttlichen Gebothe erfüllt auch das Haus mit dem Segen der zeitlichen Nothdurft. Was den Ueberfluß betrifft, so ist er dem Menschen nicht immer zum Segen; und wer möchte sich denselben auch nur wünschen, wenn Gott ihn versagt, weil Er unser gegenwärtiges und künftiges Leben zugleich im Auge hat?-Vor Gott gibt es in Bezug auf uns nur Ein wahres Gut- unser ewiges Heil; alles Uebrige ist nur in so ferne gut, als es zu unserm ewigen Heile( zu unserer Besserung und geistigen Vervollkommnung) beyträgt, und wird ein liebel, sobald es uns in Rücksicht auf dasselbe hinderlich wird. Darum Fönnen äußere Glücksumstände, Reichthum, hohe Würden, und selbst die Gesundheit, allerdings groBe Uebel für die Menschen werden; und wirklich scheinen sie einem großen Theile derselben mehr zum Falle, als zur Auferstehung zu dienen. Denn der irdisch gesinnte Mensch sieht sie mehr als 3 weck, denn als Mittel an, und wenn er um sie thörichter Weise zu Gott bethet, so will er nichts anders, als seine Thorheit Gott selber aufbürden, und Ihn zum Theilnehmer derselben machen.
Lassen wir uns von einem so gewöhnlichen Wahhe heilen, und bethen wir nimmermehr anders, als zuerst um das eine Nothwendige:» Bater! dein Nahme werde geheiliget; dein Reich komme zu uns, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden!« dann erst um unsern täglichen Unterhalt.
In diesem Geiste ist gegenwärtiges Gebeth- und Erbauungs- Buch abgefaßt. Damit nun auch dein Herz, frommer Bether! von diesem Geiste beseelet verde, so erhebe es öfters mit möglichster Andacht zum Vater der Lichter, von welchem alle guten Gaben und alle vollkommenen Geschenke herabkommen, und sprich folgendes


