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barmst dich wieder. Groß ist meine Sündenschuld, die mich innigft reuet; größer deine Vaterhuld, die mich noch erfreuet.
Zwar bin ichs nicht werth, zu dir kindlich aufzusehen. Doch du bleibst ein Vater mir, du vers nimmst mein Flehen, kennst mein Innres, siehest mich, wenn ich vor dir weine, und vergiebst mir våterlich, wenn ichs redlich meine.
Dies, dies soll in jedem Schmerz mein Vertraun erwecken. Vor der Sünde soll mein Herz, nicht vor die erschrecken. Trauen will ich, Bater, dir, stets die Sünde hassen, nie vergessen, daß du mir so viel Schuld erlassen.
Preis sey dem Allgútigen, der mein Seufzen kennet, der dem Gnadesuchenden freien Zutritt gon= net! Rühm' es, Seele, vor dem Herrn, fließ von Freuden über! Gott, dein Gott verstößt nicht gern; er begnadigt lieber.
Ewig bist du so gesinnt, Retter meiner Seele! Auch wenn ich, dein strauchelnd Kind, noch aus Schwachheit fehle; so gedenkst du, der du weißt, daß mein Herz dich ehret, meiner Schwachheit, und verzeihst dem, der wiederkehret.
Mel. Jesu, der du meine Seele zc.
Ach, wann werd ich von der Sünde, Gott, mein Bater, völlig frei, daß ich ganz sie überwinde, ganz dir wohlgefällig sey? Noch nicht, ich gestehs mit Thränen, kann ich mich von dir entwöhnen; immer noch ereilt sie mich, und verführt mich wider dich.
In der Andacht sel'gen Stunden, wo mein Geist die Wahrheit hört, hab ich oft das Glück empfunden, das die Frömmigkeit gewährt, habe nichts so sehr hienieden mir gewünscht, als innern


