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Die Wallfahrt zur heiligen Jungfrau Walburga auf dem Lammberg bei Cham : ein Gebet- und Betrachtungsbuch für alle andächtigen Verehrer der heiligen Jungfrau Walburga / von Xaver Maßl, Stadtpfarrer in Cham. Mit e. lithogr. Kupfer
Entstehung
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bene Abtissin Walburga an, abzunchmen, und ihr Grab wurde weniger, als es sich gebührte, in Ehren gehalten, da erschien Walburga dem Otgarius, sechsten Bischof von Eichstädt, und ermahnte ihn, das Kloster zu Heidenheim, das in Verfall zu ge­rathen anfing, wieder herzustellen und zu vergrößern, ihren Leib aber in ein anderes Ort zu übertragen. Bischof Otgar machte auch sogleich Anstalt zur feierlichen Uebertragung des ehrwürdigen Leibes Walburgä, und sich, als man denselben aus dem Grabe hob, erschienen alle Glieder desselben wie von einem Thau besprengt und wie von einem Dele begossen, alle Anwessenden verspierten einen wunderbaren unaussprechlich süßen Wohlgeruch und alle Stranken und Preßhaften erlangten durch die Ginathmung dieses himmlischen Wohlgeruches - ihre volle Gesundheit. Der Leib der heil Walburga wurde nun unter einem erstaunlichen Zulauf von Menschen in feierlicher Prozession nach Eichstädt gebracht, und in dem Kirchlein zum heil. Freuze, welches nachher in eine prachtvolle Klosterkirche umgebaut worden, beigesetzt. Diese feierliche leber­tragung geschah am 12. Oktober 869 und schon im Jahre 870 am 1. Mai versetzte Papst Adrian II. Walburga unter die Zahl der Heiligen.

Etwa fünfundzwanzig Jahre nachher erbat sich Liubilla, Abtissin zu Monheim, ron Erchenbold, achten Bischof von Eichstadt, einen Theil der Ge­beine der heil. Walburga. Bischof Grchenbold ge­währte der Liubilla die Bitte, da sie überdies noch für diese Gnade ihr ganzes Vermögen, welches ihr von ihren Verwandten als Erbtheil zugefallen war, 2*