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Die Wallfahrt zur heiligen Jungfrau Walburga auf dem Lammberg bei Cham : ein Gebet- und Betrachtungsbuch für alle andächtigen Verehrer der heiligen Jungfrau Walburga / von Xaver Maßl, Stadtpfarrer in Cham. Mit e. lithogr. Kupfer
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so ward der Schlafsaal von einem solchen wun­derbaren Lichte erleuchtet, daß der Glanz selbst die Erde zu durchdringen schien, und es wehrte dieses Licht bis zum anbrechenden Tage. Da die Kloster­jungfrauen dies sahen, eilten sie voll Freude und voll Verwunderung herbei, Walburga aber gab Gott die Ehre und schrieb dieses Wunder, alle Ehre von sich ablehend, der Fürbitte des heiligen Wunibald zu.

Endlich rief sie der Herr in ihrem stebenzig­sten Lebensjahre zu sich. Walburga entschlief selig im Herrn im Jahre 770. Schon bei ihrem Tode ließ der Herr offenbar werden, welches Wohlge­fallen er an seiner Dienerin gehabt, und zu wel­cher Herrlichkeit im Himmel er sie erhoben habe; denn sobald sie verschieden war, erschien ihr Leich­nam in einer so schönen und jugendlichen Gestalt ( wie es Mehrere sahen, die dieses Anblickes ge­würdiget wurden), daß sie das Kleid der Unsterb­lichkeit auch dem Leibe nach schon angezogen zu haben schien, und ein lieblichsüßer Geruch erfüllte das ganze Haus. Der heil. Willibald Bischof von Eichstädt setzte selbst den Leib der heil. Walburga neben dem Grabe des heil. Wunibald bei, das ganze Volk aber ehrte sie schon als eine Heilige und rief sie um ihre Fürbitte an.

III.

Von der Verehrung der hl. Walburga nach ihrem Tode.

Durch den Verlauf von etwa 90 Jahren fing das Andenken an die zu Heidenheim begra­