Druckschrift 
Die Wallfahrt zur heiligen Jungfrau Walburga auf dem Lammberg bei Cham : ein Gebet- und Betrachtungsbuch für alle andächtigen Verehrer der heiligen Jungfrau Walburga / von Xaver Maßl, Stadtpfarrer in Cham. Mit e. lithogr. Kupfer
Entstehung
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zu den reinen Sitten zu befördern, welche die Früchte des wahren Glaubens an Jesus Christus sevn müßen. Schon hatte Wunibald angefangen sich als Ordens­mann aus der Regel des heiligen Benedikt die fin­stern Wälder in der Gegend von Schwanfelden zu bewohnen, und sie mit andern frommen Männern, die sich ihm beigesellten, urbar zu machen und in einen fruchtreichen Garten umzuschaffen, schon hatte sich unter ihm ein Kloster unter den Namen Hei­denheim erhoben; allein der heilige Bonifazius wünschte, daß auch das jungfräuliche Leben des andern Geschlechtes in flösterlichen Vereinen auf deutschen Boden gepflanzt werde, damit auch durch diese liebliche Leuchte im Hause Gottes die Gläu­bigen zur Liebe der milden Sitten angezogen wür­den, und daß sich namentlich für die Bildung des weiblichen Geschlechtes in den klösterlichen Vereinen Gott geweihter Jungfrauen die Schulen aller weib­lichen Tugenden, der heiligen Zucht und Ehrbar­keit, der Zurückgezogenheit und Frömmigkeit, des Gebeteifers und der Arbeitsamkeit eröffnen möchten.

Der heil. Vonifazius wendete sich daher an Tetta, die Abtissin im Kloster Winburn in Eng­land, und bat sie, ihm einige Gott verlobte Jung­frauen aus ihrem Kloster zu schicken, welche in Deutschland. den guten Geruch Jesu Christi ver­breiten sollten. Mit diesen Jungfrauen wurde denn auch nach dem Willen ihrer beiden Brüder, Willi­bald und Wunibald, Walburga, die sich in jenem Kloster von Kindheit auf Gott geweiht hatte, nach Deutschland berufen, und langte auch nach einer gefahrvollen Reise, auf der sie einmal durch ihr