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und Asche bin." Das Gefühl unserer eigenen Unwürdigkeit schließe sich dann mit desto innigerem Vertrauen an Jesus, unseren Heiland und Seligmacher, an. Denn es spricht derselbe: ,, Um was ihr immer den Vater in meinem Namen bitten werdet, das wird er euch geben." Wir selbst ermangeln vor Gott jedes Verdienstes; aber durch die unendlichen Verdienste Jesu Christi, unseres Mittlers, können wir Alles erhalten. Gibt uns Gott nicht gleich, um was wir ihn bitten; so geschieht das oft, weil wir nicht mit vollem Vertrauen beten. Deßwegen dürfen wir nicht aufhören anzuklopfen und zu bitten. Verweigert Gott uns ganz unsere Bitten: so müssen wir unbedingtes Vertrauen in seine unendliche Güte und Weisheit setzen, die beffer unsere Bedürfnisse kennt, als wir selbst, und besser weiß, was für uns schädlich und unglücklich ist. Deßwegen lehrte uns der Heiland beten, und zeigte es auch durch sein Beispiel: ,, Vater, nicht mein, sondern dein Wille geschehe!"
SENEST
Vor Allem müssen wir also um die übernatürlichen Güter, um die Gnade unseres Erlösers, um wahre Tugend und Heiligkeit bitten Dieses befiehlt uns der Herr ausdrücklich: ,, Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit." Ja, was ( würde es dem Menschen auch nutzen, wenn er die fganze Welt gewönne, aber Schaden an seiner Seele erlitte? Jedoch dürfen wir Gott auch um zeitliche und leibliche Güter anrufen, wie es uns ja selbſt der Herr gelehrt hat, um unser tägliches Brod zu itten. Wir können mithin auch darum bitten, aber


